Unglückliche Niederlage

FA Göppingen 2 – SV Allensbach 2   23:22 (15:10)

Leider hat es im richtungsweisenden Spiel im Abstiegsduell für die Allensbacher Bundesliga-Reserve nicht zum Sieg gereicht. Eine schwache erste Hälfte brachte die junge Allensbacher Mannschaft zum wiederholten Mal um zwei Punkte.

Früh lagen die Mädels mit 3:0 im Hintertreffen. Zu keinem Zeitpunkt in der ersten Hälfte gelang es mit einer aggressiven Abwehreinstellung die schnell und gut vorgetragenen Angriffe der Göppinger Bundesligareserve zu unterbinden. Insbesondere die Rückraumlinke auf Seiten der Göppinger, Sina Ehmann, bereitete der Allensbacher Defensive ein ums andere Mal Kopfschmerzen. Zu den Abwehrschwächen gesellte sich im Spielaufbau erneut eine unerklärlich hohe Anzahl an technischen Fehlern, die zu schnellen Gegentoren führten.

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache der Trainer kamen die Mädels wie ausgewechselt aus der Kabine. Mut, Entschlossenheit und Aggressivität waren plötzlich da und der SVA holte Tor um Tor auf. Auch die offensive Manndeckung gegen die stärkste Göppinger Spielerin brachte den erhofften Erfolg. Zweieinhalb Minuten vor Ende des Spiels dann eine sehr strittige Schiedsrichterentscheidung gegen den SVA. Genau der Schiedsrichter des Gespanns, der am weitesten von der Aktion entfernt stand, meinte ein Zeitstrafen würdiges Foul von Laura Epple gesehen zu haben. Leider nur er und nicht sein Kollege, der drei Meter neben der Aktion stand. So musste der SVA beim Stand von 22:22 mehr oder minder die restliche Spielzeit in einem 5 gegen 6 agieren und es passierte genau das, was nicht passieren sollte. Rund 45 Sekunden vor dem Schlusspfiff tankte sich Mathilda Häberle auf Rückraum rechts durch und erzielte mit einem satten Wurf den Siegtreffer für Göppingen. Leider verdaddelten die Allensbacher Mädels ihren letzten Angriff mit einem Pass ins Seitenaus, so dass am Ende eine sehr bittere 23:22 Niederlage stand.

Trainer Andy Spiegel: „Ein Punkt wäre aufgrund der zweiten Hälfte mit nur 8 Gegentoren mehr als verdient gewesen. Leider ist es im Handball so, dass am Ende dann auch noch das Pech mit der Schiedsrichterentscheidung dazukommt. Mir tun unsere Mädels leid. Sicherlich haben wir die erste Halbzeit verschlafen, aber am Ende wäre der eine Punkt absolut verdient gewesen.“

Für den SVA wird es nun allerhöchste Eisenbahn zu punkten. Bei noch 10 ausstehenden Spielen hat die Zweite des SVA nun (nach Minuspunkten) bereits fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Somit steht kommenden Sonntag gegen die SG Nußloch das nächste „Vier-Punkte-Spiel“ auf dem Spielplan.

Es spielten:

Spiegel, Singler (beide Tor); Koch, Allgaier (2), Holzmann, Wollny (2), Leenen (3), Gisa (1), Dzialoszynski (4), Moll (1), Scharff, Epple (7/2), Kayser (2)