Zweite gewinnt nach zähem Kampf auch gegen Ottersweier

SV Allensbach II – TS Ottersweier 33:30 (20:16)

Da hatten die SVA Mädels zur Halbzeit eigentlich schon den Grundstein für einen deutlichen Erfolg über die TS Ottersweier gelegt, aber….

Ja, es war klar, dass die SVA Mädels die Galavorstellung vom letzten Wochenende nicht unbedingt in gleichem Masse würden wiederholen können. Dabei begann das Spiel aus SVA Sicht recht gut. Keine Minute war gespielt, da stand es bereits 2:0 für die Gastgeberinnen. Vor allem das erste Tor entsprang einem sehenswerten Spielzug, abgeschlossen durch Ronja Holzmann. Der Versuch der Gäste, gleich zu Beginn Katja Allgaier mit einer kurzen Deckung aus dem Spiel zu nehmen, brachte nicht den erwünschten Effekt, da sie in ihrer unnachahmlichen Art ihre Gegenspielerin einfach mal stehen ließ (3:1).  Nach diesem verheißungsvollen Auftakt bekam man allerdings zusehends Probleme in der Abwehr. Nicht dass die TS Damen ihre Angriffsbemühungen so überragend vorgetragen hätten, nein, die SVA Abwehr agierte zu zögerlich, langte nicht in erforderlichem Maße hin, erkannte die Gefahr nicht rechtzeitig, war deshalb oft den einen Schritt  zu langsam. Daher auch der Ausgleich nach knapp sechs Minuten Spielzeit, ja, in der achten Spielminute sogar ein 5:6 Rückstand!

Dies sollte allerdings die einzige Führung im gesamten Spiel für die Gäste sein. Nun, dieser Rückstand war so etwas wie ein „Weckruf“ für die SVA Mädels. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit hatte man sich auf 12:7 abgesetzt durch teils sehenswerte Spielzüge, wie z.B. Anspiele an den Kreis durch Tanja Speierl, oder eben auch mal ein Wurf aus dem Rückraum von Ronja Holzmann. Bis zum Ende der ersten Halbzeit dann ein mehr oder weniger ausgeglichenes Spiel, in dem der SVA die Gäste immer auf Distanz halten konnte. Der Halbzeitstand von 20:16 ging daher auch vollkommen in Ordnung.

Wie schon in Halbzeit eins erzielte Ronja Holzman auch im zweiten Spielabschnitt den ersten Treffer für die Gastgeberinnen (21:16). Danach handelte man sich eine Zweiminutenstrafe ein, die die Gäste zu nutzen wussten (21:18). Die Abwehr des SVA agierte etwas fahrig, was Trainer Martin Gerstenecker logischerweise gar nicht gefiel. Lautstark rief er seine Mädels vom Spielfeldrand zur Konzentration auf. So richtig gefruchtet hatte das zunächst aber nicht, denn drei Minuten später hatte die TS nochmal zwei Tore aufgeholt (22:20). Die Hereinnahme von Katharina Himmelsbach ins Tor des SVA sollte sich dann als Glücksgriff erweisen. Kurz hintereinander konnte sie zwei gute Chancen der Gäste zunichtemachen. Das gab dann wieder Schub für die Angriffsbemühungen des SVA und der vier Tore Abstand war wieder hergestellt (24:20; 41. Min.). Das sollte doch jetzt… nein, wieder war man in der Abwehr zu unaufmerksam – Katharina Himmelsbach hatte den gleichen Angriff der Gäste dreimal abgewehrt, – die TS bekam den Ball ein viertes Mal zu fassen – , dann war es passiert (27:24). Ottersweier witterte Morgenluft, ließ sich auch von der Disqualifikation ihrer Spielerin Marion Hauser nicht beeindrucken, zumal der daraus folgende Siebenmeterstrafwurf für den SVA nicht verwertet werden konnte. Im Gegenteil, Marion Leutner erzielte das 25:27 aus Sicht der Gäste.

Sollte es noch einmal eng werden? Nein, denn weitere Paraden der Torhüterin der Gastgeberinnen verhinderten die weitere Aufholjagd der Gäste. Katja Allgaier erzielte in Unterzahl von außen das 30:26, Madita Holzmann durch Siebenmeter und Jule Wollny traf, als die TS in der Abwehr kurz den Überblick verloren hatte zum 32:27 gut vier Minuten vor Schluss, das war‘s dann. Fazit, der SVA überzeugte vor allem im Angriff durch teils sehr sehenswerte Spielzüge, muss allerdings in der Abwehr noch eine Schippe drauflegen.

Ein zufriedener Trainer Martin Gerstenecker mit dem Schlusswort, „man hat gesehen, dass wir in den letzten Wochen im Training verstärkt die Abläufe im Angriff einstudiert haben, dadurch kam die Abwehrarbeit ein wenig zu kurz. Allerdings müssen wir lernen, was vor allem die Abwehrarbeit anbelangt, auch im Training Vollgas zu geben“.

Es spielten: Katharina Himmelsbach, Elisa Singler; Madita Holzmann (2/2), Franziska Jakob (1), Katja Allgaier (5), Tanja Speierl (2), Ronja Holzmann (4), Julia Schuhmacher, Jule Wollny (6/2), Johanna Leenen (4), Lea Scharpf, Ines Ofterdinger (2), Jessica Bregazzi (5), Vivien Abelmann (2).