SVA II gewinnt Sonntagskrimi in Sandweier

SG Baden-Baden/Sandweier – SV Allensbach II 29:31 (14:12)

Zu Beginn des Spiels sah es so aus, als könnte das Spiel 0:0 ausgehen. Die Mädels vom Bodensee trafen zunächst nur Aluminium, erkämpften sich aber den Ball durch eine extrem starke Abwehr ein ums andere Mal wieder zurück. Sandweier hatte bereits nach 46 Sekunden durch einen Siebenmeter Wurf die Möglichkeit in Führung zu gehen. Trotzdem dauerte es noch weitere drei Minuten bis der erste Treffer fiel. In der Folge zogen die Mädels um Trainer Martin Gerstenecker mit vier Toren davon, weil man  in der Abwehr den Rückraum der Gastgeberinnen im Griff hatte (hier, wichtige Akteurinnen Ronja Holzmann und Ines Ofterdinger) und den Angriff schnell nach vorne getragen hat. Allerdings war man sich in der Folge wohl allzu sicher und lies nun in der Konzentration ein wenig nach, was den Gastgeberinnen nun ihrerseits einen  4:0 Lauf bescherte. Daher der Ausgleich  in der 10. Minute. In den nächsten Minuten tröpfelte das Spiel ein wenig vor sich hin. Keine Mannschaft sollte sich entscheidend absetzen können. Noch einmal der Ausgleich durch einen Siebenmeterwurf von Jule Wollny in der 23. Spielminute. In den verbleibenden sieben Minuten der ersten Halbzeit schien sich das Pendel zu Gunsten der Gastgeberinnen zu bewegen. Kurzzeitig führten sie sogar mit drei Toren (14:11). Zur Pause dann, nach einem Treffer von Lea Scharpf, der Spielstand von 14:12. Alles war offen, alles war möglich.

In der zweiten Halbzeit spitzte sich der Krimi seinem Höhepunkt zu. Nachdem Ines Ofterdinger in der 35. Spielminute den Ausgleich wieder hergestellt hatte, waren die Gäste vom See bis zur 44. Spielminute eigentlich immer mit einem Tor vorne, konnten sich aber nicht weiter absetzen. Die SG erzielte meist umgehend den Ausgleich. Danach legten plötzlich die Hausherrinnen immer ein Tor vor. Doch auch das brachte noch keine Entscheidung. Selbst eine zwei Tore Führung der SG in der 50. Spielminute war es noch nicht. Ausgleich in der 53. Spielminute! Wieder gelang es den Hausherrinnen, sich auf zwei Tore abzusetzen (28:26; 56. Minute).  4 Minuten vor Schluss mit zwei Toren hinten und zwei Spielerinnen weniger….. , das müsste es jetzt doch gewesen sein! Nein, die SVA2 Mädels brachten das eigentlich unmögliche fertig und drehten das Spiel ein weiteres Mal. Marit Walz holte wichtige Bälle in der Abwehr und erzielte u.a. mit einem präzisen Rückraumwurf  das 28:28 (57.). Als sie dann 10 Sekunden vor Ende des Spiels  der Rückraum linken der SG den Ball beim Passversuch an den Kreis abluchste  und Ronja Holzmann mit einem Tempogegenstosspass auf die Reise schickte, lies sich  Ronja nicht zweimal bitten und verwertete den finalen Wurf zum 29:31. Das war wirklich ein Erfolg in letzter Sekunde. „In dieser Phase zeigte die Mannschaft ihren Teamgeist“, so der Trainer und war stolz darauf, dass seine Mädels auch in der teilweise prekären Situation den absoluten Willen zum Erfolg gezeigt haben.

Es spielten: Katharina Himmelsbach, Elisa Singler; Madita Holzmann (3/3), Franziska Jakob (1/1), Rahel Müller (5), Tanja Speierl, Ronja Holzmann (2), Julia Schuhmacher, Jule Wollny (9/4), Marit Walz (4), Johanna Leenen (3), Mette Schulz, Lea Scharpf (1), Ines Ofterdinger (3).