Zweite bringt sich um Lohn der Arbeit!

SV Allensbach II – HSG Mannheim 24:24 (15:11)

Es ist schon bitter, wenn man dem Spiel über bald 50 Minuten seinen Stempel aufdrückt und am Ende doch fast verliert!

Ja, manchmal ist es schon zum Haare raufen, mit welcher Geschwindigkeit es unsere Mädels erreichen ihre Fans in Verzückung zu versetzen und kurz darauf…. Nein, ganz so schlimm war es selbstverständlich nicht.

Der SVA hatte den besseren Start, wollte unbedingt die unnötige Niederlage vom vergangenen Wochenende vergessen machen und dieser Plan ging in Halbzeit eins über weite Strecken auch bestens auf. Elisa Singler im Tor war bestrebt ihre Leistung vom vergangenen Wochenende vergessen zu machen, hielt, was zu halten war, manchmal auch ein wenig mehr und die Achse Lucy Dzialoszynski, Laura Epple sowie Johanna Leenen waren in den Anfangsminuten immer wieder erfolgreich. Meist mit sehr schön herausgespielten Treffern. Daher auch in der zwölften Minute ein deutlicher 8:2 Tore Vorsprung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der SVA den Gegner im Griff, die Abwehr stand sicher und wenn mal was durchkam, dann …siehe oben. Natürlich hatte Mannheim bei seinen Würfen oftmals auch Pech, das soll die Leistung unserer Mädels bis zu diesem Zeitpunkt aber nicht schmälern. Vielleicht ein kleiner Knackpunkt im Spiel des Gastgebers, dass Lucy Dzialoszynski in der 20. Spielminute ihren Siebenmeterwurf nicht verwandeln konnte, obwohl das Ergebnis bis dahin keinerlei Anlass zur Sorge bot. Doch danach schlichen sich wieder unnötige Fehler im Spiel der Gastgeberinnen ein, manche Pässe gerieten jetzt zu ungenau und es kam dadurch zu Fehlabgaben, die Mannheim immer wieder zu nutzen wusste. 12:9 in der 27. Spielminute. Doch noch einmal bekam unsere Zweite die Kurve, legte nach und ging verdient mit 15:11 in die Pause.

Kaum sieben Minuten in Halbzeit zwei waren gespielt, da hatte der SVA einen fünf Tore Vorsprung herausgespielt (17:12). Die Anhänger unserer Zweiten waren sich sicher, dieses Spiel würde die Heimmannschaft gewinnen, analog der vier vorangegangenen Heimspiele. Doch statt sich jetzt auf seine Stärken zu besinnen und das Spiel zu kontrollieren, bekam die Mannschaft „mal wieder“ das Nervenflattern vor der eigenen Courage, produzierte noch mehr Fehler als in Halbzeit eins und brachte dadurch Mannheim immer besser ins Spiel. Mannheims Coach erkannte die Möglichkeit doch noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen und feuerte seine Mädels fortan lautstark an, was er in den ersten 40 Spielminuten nicht tat, da bis zu diesem Zeitpunkt die Heimmannschaft zu deutlich das Geschehen auf dem Spielfeld diktierte. Langsam aber stetig holten die Gäste Tor um Tor auf, auch die Hereinnahme von Jule Gruber ins Tor des SVA brachte keine entscheidende Wende und so sah man am Ende der 56. Spielminute plötzlich ein 23:23 von der Anzeigetafel leuchten. Das Spiel war auf den Kopf gestellt. Begreifen muss man das als Außenstehender wohl nicht unbedingt, aber es zeigt die Beharrlichkeit der Gäste aus Mannheim das Spiel eben nicht vorzeitig aufzugeben. So grotesk es klingt, aber das Spiel hätte kurz vor Schluss tatsächlich noch zu Gunsten der Gäste ausgehen können. Soweit kam es aber dann doch nicht. 24:24 am Ende und es bleibt festzuhalten: Hier war für den SVA mehr drin! Die Mädels müssen sich aber an die eigene Nase fassen, dass es nur ein Punkt wurde!

Es spielten: Elisa Singler, Julia Gruber; Katja Allgaier, Jennifer Heinstadt, Ronja Holzmann, Jule Wollny (2), Johanna Leenen (7), Lisa Maier (2), Lucy Dzialoszynski (4/1), Jasmin Moll, Julia Scharff (2), Sabrina Schmidt, Laura Epple (5), Laura Kayser (2/2).

Ja, und da hätten wir noch ein paar Bilder vom Spiel. Heute: Gunar Fritsche