Zweite beginnt Furios, bleibt aber am Ende doch nur zweiter Sieger

SV Allensbach II – SG Muggensturm/Kuppenheim 22:25 (11:10)

Am Ende des Spieles waren sich alle einig, dieses Spiel hätte nicht verloren werden müssen.

Zu Beginn des Spiels rieb sich so mancher SVA Fan verwundert die Augen, denn „Ihr“ SVA war von Beginn an hellwach. Die Abwehr stand richtig gut und konnte den einen oder anderen Ball der Gäste herausfischen  und erfolgreich in Tempogegenstöße ummünzen. Nach knapp sieben Minuten Spielzeit ein 5:0 für die Gastgeberinnen. Das verlangte nach einer Auszeit der Gäste. Aus Sicht von der SG war das auch bitter notwendig, denn bis dahin hatte man sich eine große Anzahl an technischen Fehler geleistet. Die Auszeit sollte Wirkung zeigen. Eigentlich hätte der SVA durch diesen fulminanten Start eine gehörige Portion Selbstbewusstsein tanken können/müssen, aber…

Nach dem 6:0 in der 10. Spielminute glaubte der Anhang des SVA, dass es ein sehr komfortabler Erfolg im ersten Spiel in der Südbadenliga werden würde. Doch wie sehr man sich täuschen kann, zeigte der weitere Spielverlauf. Die Gäste brauchten gerade mal 5 Minuten um aus dem 6:0 ein 6:6 zu machen. Grund für das Malheur auf Seiten des SVA, man war nicht mehr so konzentriert wie in den Anfangsminuten, vor allem aber war man im Angriff öfters zu „schludrig“ warf unnötigerweise Bälle leichtfertig weg und fing sich nun Tempogegenstöße der Gäste ein. Folgerichtig dann auch die erste Auszeit des SVA. Diese hatte dann zumindest den Effekt, dass die Hausherrinnen bis zur Pause immer ein Tor vorlegen konnten. Auffallend aber die  sieben Meterfreudigkeit des Schiedsrichtergespanns zu Gunsten der Gäste. Am Ende war es dann ein Verhältnis von 2:9. Sei es drum, zur Halbzeit ein 11:10 für den SVA und, trotz einiger Unwägbarkeiten, eine verdiente Halbzeitführung.

Was in Halbzeit eins noch recht gut funktionierte, das schnelle umschalten von Abwehr auf Angriff, das sollte sich mit zunehmender Spieldauer als immer schwieriger herausstellen. Die Gäste tankten mit zunehmender Spieldauer immer mehr Selbstvertrauen, auch, weil ihr robustes Abwehrverhalten kaum geahndet wurde…

Klar, man hatte sich den 13:16 Rückstand in der 43. Spielminute auf Grund einiger spielerischen Mängel selber zu zuschreiben, eine Vorentscheidung war es zu diesem Zeitpunkt sicher nicht! Man wollte einfach zu viel, wollte den Rückstand schnellstmöglich wieder ausgleichen und machte daher zu viele Fehler, sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr. Ärgerlich aber sicher auch die eine oder andere Entscheidung des Schiedsrichtergespanns. Da kann man schon geteilter Meinung sein, aber am Ende war es ganz einfach auch die mangelnde Cleverness, die Abgebrühtheit die man braucht, um ein solches Spiel gewinnen zu können.

Erfreulich aber auf Seiten des SVA, dass sich vor allem die „ganz jungen Spielerinnen“, immerhin standen drei A-Jugendliche auf dem Platz, gut präsentiert haben. Trainer Martin Gerstenecker „bei der einen oder anderen Spielerin hat in gewissen Situationen einfach der Mumm gefehlt um zum Erfolg zu kommen aber das ist kein Beinbruch, daran arbeiten wir und ich bin mir sicher, dass wir das in den Griff bekommen“. Als dann, Gelegenheit um es besser zu machen besteht bereits am kommenden Sonntag bei der HSG Freiburg II.

Es spielten: Katharina Himmelsbach, Elisa Singler; Mette Schulz (1), Ronja Holzmann (6), Julia Schuhmacher (1), Jule Wollny (6/1), Johanna Leenen (3), Rahel Müller (3), Ines Ofterdinger (1), Marie Herbert, Vivien Abelmann (1).

Tja, und dann haben wir für Euch noch ein paar Bilder. Heute von Gunar Fritzsche. Vielen Dank Gunar