An Tagen wie diesen…

..gelingt halt mal gar nichts!

BSV Phönix Sinzheim – SV Allensbach II 24:19 (13:11)

Anders kann man den Sonntagsausflug der Frauen II des SVA nach Sinzheim nicht betiteln. Ein kollektiver Blackout auf Seiten des SVA verhalf Sinzheim zum dritten Heimsieg in Serie und sorgte dafür, dass das Perspektivteam vom See zum ersten Mal Federn lassen musste.

Doch der Reihe nach. Das Ziel Sinzheim löst schon Tage vorher im Training bei den Spielerinnen Unbehagen aus. Gehört doch die Halle in Sinzheim zu den wenigen in der Südbadenliga, in denen restriktiv kein Harz verwendet werden darf.
Dass dann aber nahezu keine Spielerin eine Bindung zum Spiel fand und sich 10 Feldspielerinnen im auslassen klarster Torchancen, darunter im Übrigen auch zwei Siebenmeter, schier überboten haben, sind nur weitere Puzzlesteine in der Erklärung für das gestrigen Spiel. Ohne unserem Gegner den notwendigen Respekt auch nur im Ansatz abzuerkennen – der gestrige Sieg ging vollends in Ordnung –  muss man festhalten, dass ein SVA in Normalform die Halle sicher als Sieger verlassen hätte. Aber halt nur in Normalform. Und die konnte (oder wollte) gestern keine Spielerin des Trainerteams Harter/Leenen bieten.

Etwas Gutes hat die gestrige Niederlage dennoch. Erstens wissen nun alle in und um Allensbach, dass die Bäume auch in der Saison 2015/16 nicht in den Himmel wachsen und zweitens sehen die Trainer die große Chance, dass die sehr junge Mannschaft auch und gerade aus solchen Spielen lernt und die richtigen Schlüsse daraus zieht. Als Mannschaft gewinnen können viele, aber als Mannschaft auch verlieren, muss man lernen! Daher gab es nach dem Spiel im obligatorischen Spieler / Trainerkreis auch keine Schelte der Mannschaft. Vielmehr war es ein „Kopf hoch, Mund abwischen und nach vorne schauen“, was die beiden Trainer den Mädels mit auf dem Weg in die Dusche gaben.

Nun steht eine vierzehntägige Pause an, bevor es am 08.11.15 mit neuen Kräften gegen den Aufsteiger vom TV Brombach II geht. Eine Chance für die Mannschaft die Köpfe frei zu bekommen, um dann wieder zu zeigen, zu was man eigentlich in der Lage ist. So endete ein Sonntagsausflug gestern Abend mit einer schönen Fahrt durch den herbstlichen Schwarzwald zumindest rein optisch noch versöhnlich.

Es spielten:
C. Moll, Bautze (Tor); Röh (2), Wollny (3), Haab, Sowa (1), Leenen, Maier (2), Dzialoszynski (8/3), J. Moll, Grosshans, Kayser (3)

Im Bild oben Lucy Dzialoszynski (im letzten Heimspiel gegen Hornberg), die mit acht Toren beste Werferin ihres Teams in Sinzheim war. Bild: Gunar Fritzsche

Impressionen unten aus Sinzheim von Claudia Dzialoszynski