SVA verliert erst auf der Zielgerade

SV Allensbach II – HSG St. Leon/Reilingen 26:27 (10:12)

Wie soll man ein Spiel beschreiben, bei dem die Heimmannschaft über weite Strecken des Spiels in Führung liegt und am Ende doch mit leeren Händen dasteht? Ja man kann sagen, dass nicht erkennbar war, wer eigentlich der große Favorit in diesem Spiel gewesen sein soll. Die SVA Mädels hatten sich jedenfalls fest vorgenommen den Aufstiegsaspiranten so lange als möglich zu ärgern – und das gelang ihnen auch.

Nach dem üblichen Abtasten zu Beginn des Spiels war es Svenja Hübner die den SVA in der neunten Minute zum ersten Mal in Führung brachte. Gleich im Anschluss noch ein Treffer von ihr und schon sah sich der gegnerische Trainer genötigt eine Auszeit zu nehmen, welche aber nicht den gewünschten Effekt erzielte. Einzig die mangelnde Cleverness bzw. die vielen „eingebauten technischen Fehler“ verhinderten eine deutlichere Führung für die Heimmannschaft. Die Abwehr vor einer stark haltenden Jule Gruber schien auch ihre Festigkeit gefunden zu haben was dazu führte, dass auch St. Leon mehr Fehler im Spielaufbau produzierte als ihnen lieb war. Mit zunehmender Spieldauer der ersten Halbzeit wurden die Gäste nun noch giftiger in der Abwehr, „langten herzhaft hin“ und erzwangen so weitere technische Fehler im Spiel des SVA. Auch mit dem Rückzugsverhalten hatte unsere Zweite jetzt so seine Probleme, kein Wunder also, dass St. Leon in der 22. Spielminute doch wieder zum Ausgleich kam und kurz darauf auch die Führung erzielte. Wenig später zwei schöne Tore durch Chiara Baur, der SVA lag wieder vorne (28.). Die Gäste konterten aber erneut, auch durch „tatkräftige Mithilfe“ unserer Mädels, erzielten drei Treffer in Folge und damit ging es mit einem zwei Tore Rückstand in die Pause (10:12).

Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischte der Gastgeber. Nach knapp zwei Spielminuten war der Ausgleich wieder hergestellt. Jule Wollny mit einem Schlagwurf aus dem Rückraum und Laura Kayser mit einem schönen Tor vom Kreis, der SVA lag mit zwei Toren vorne. In der Folge erzielten dann beide Teams abwechselnd ihre weiteren Treffer. Mitte der zweiten Halbzeit, St. Leon befand sich gerade in doppelter Unterzahl, erzielten unsere Mädels mit einem weiteren Treffer einen drei Tore Vorsprung (20:17; 45. Min.)…. Sollte da etwa eine kleine Sensation in der Luft liegen? Nun, auch in diesem Spiel brauchte unsere Mannschaft ihre „rappeligen fünf Minuten“, nicht so ausgeprägt wie auch schon gesehen, aber es reichte aus um St. Leon die Möglichkeit zu geben auszugleichen und selbst wieder in Führung zu gehen (51.) Das nennt man dann wohl Cleverness. Doch Allensbach gab nicht auf, glich den zwischenzeitlichen zwei Tore Vorsprung der Gäste wieder aus, ja, konnte durch einen weiteren Treffer von Katja Allgaier in der 58. Spielminute sogar nochmals in Führung gehen, aber es sollte wohl einfach nicht sein. Noch einmal hielt St. Leon mit Vehemenz dagegen, drehte das Ergebnis  zu seinen Gunsten, ein sehr schmeichelhafter Erfolg für die Gäste!

Fazit: Der SVA hat sich mehr als teuer verkauft, hätte mehrmals die Möglichkeit gehabt den „Sack“ zuzumachen, bringt sich aber durch zu viele individuelle Fehler um den Lohn der Arbeit.

Es Spielten: Jule Gruber, Elisa Singler;  Katja Allgaier (2), Chiara Baur (3), Ronja Holzmann (1), Jule Wollny (3), Johanna Leenen (1), Lisa Maier (6/2), Jasmin Moll, Sabrina Schmidt, Laura Kayser (3), Svenja Hübner (7)