SVA II ergibt sich kampflos! VFL Pfullingen – SV Allensbach II 28:21 (15:12)

„Ich kann mich nicht erinnern, dass unsere Mannschaft schon mal so Blutleer gespielt hat“, so ein sichtlich aufgebrachter Trainer Leenen nach dem Spiel. „Es schien so, als ob die Mannschaft gar nicht auf dem Platz gestanden hätte“ pflichtete ihm Trainerin Harter bei.

Nun war ja schon im Vorfeld der Begegnung klar, dass man auf einen Gegner treffen würde, der mit allen Mitteln versuchen wird, den zweiten doppelten Punktgewinn der Saison einzufahren. Das hätte für den SVA aber bedeutet, dass er sich diesem Kampf hätte stellen müssen. Das hat er nicht getan. Ja, man hat sich den Schneid komplett abkaufen lassen. Klar, der Gegner war bestens auf dieses Spiel eingestellt, aber so übermächtig wie es das Ergebnis glauben macht, war Pfullingen nicht. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels bekam Allensbach Zugriff auf das Spiel des Gegners. Ob dies nun im Angriff oder in der Abwehr war, es lief nichts zusammen. Man hatte  das Gefühl, dass Allensbach sechs Individualspieler aber keine Mannschaft auf dem Platz hatte. Auch in der Abwehr, sonst Prunkstück der Mannschaft, produzierte man Fehler über Fehler, keine Abstimmung, ja, man machte es dem Gegner viel zu leicht zu Torerfolgen zu kommen.  „Allein acht Tore haben wir kassiert, weil wir zu faul waren schnell genug zurückzulaufen, so Trainer Leenen erbost und wenn wir doch mal rechtzeitig zurück waren, dann hat es eben über die zweite Welle im Kasten geklingelt.“ Auch die sonst meist wirksame „Kabinenpredigt“ zur Halbzeit verpuffte völlig wirkungslos, da stand es immerhin moderat „nur“ 15:12 für Pfullingen. Auf den Außenstehenden musste es so gewirkt haben, als ob der SVA II ein starkes Beruhigungsmittel eingenommen hätte. Im Angriff wurden weiterhin die sich bietenden Chancen reihenweise versiebt, der gegnerischen Torhüterin wurden die Bälle trotz anders lautender Vorgaben seitens der Trainer weiter auf die Füße geworfen. Die „Botschaften“ der Trainer kamen einfach nicht an. Auch ein Temperamentsausbruch von Trainer Leenen, der ihm dann prompt die gelbe Karte einbrachte, zeigte keinerlei Reaktion seitens der Mannschaft. Einzig Torfrau Stephanie Lukau, die über weite Strecken des Spiels das SVA Tor hütete war es zu verdanken, dass das Endergebnis von 28:21 noch einiger maßen moderat ausfiel. Es wird sich jetzt zeigen, ob die Mannschaft so viel Rückgrat hat im bevorstehenden Spiel gegen Metzingen II alles, was sie an guten Tugenden bieten kann, ihrem Anhang präsentiert oder ob sie dem Jahresende 2016 „entgegenfiebert“. Schwer genug wird die Aufgabe sein, da Metzingen unter Umständen mit einigen Spielerinnen aus ihrer ersten Mannschaft kommen könnte, da aktuell EM Pause in der Bundesliga ist und diese Gelegenheit zur Spielpraxis bietet.

Es spielten: Jule Gruber, Stephanie Lukau; Marlena Schilling (1), Katja Allgaier (1), Ronja Holzmann (2), Selina Röh (6/3), Jule Wolny (1), Johanna Leenen (1), Lisa Maier (3), Lucy Dzialoszynski, Jasmin Moll (3), Sabrina Schmidt, Laura Epple (2), Laura Kayser (1)