SVA II wird von Ketsch II überrollt! SV Allensbach II – TSG Ketsch II 29:43 (13:21)

„Ich kann mich nicht erinnern, dass unsere Mannschaft schon mal so Blutleer gespielt hat“, so ein sichtlich aufgebrachter Trainer Leenen nach dem Spiel. „Es schien so, als ob die Mannschaft gar nicht auf dem Platz gestanden hätte“ pflichtete ihm Trainerin Harter bei.

Diese Aussage stammt aus dem Spiel gegen den VFL Pfullingen. Ja, man sollte nicht glauben, dass sich so etwas wiederholen könnte. Doch, das geht! Was Allensbach seinen Fans heute angeboten hat, grenzte schon fast an Arbeitsverweigerung.

Eigentlich war das Spiel gerade mal knapp drei Minuten alt, da lag Ketsch mit 1:3 Toren in Führung. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt war ersichtlich, dass Allensbach an diesem Winter Sonntagnachmittag einen sehr schweren Stand haben würde. Nun, in den vergangenen Heimspielen rafften sich unsere „Junghühner“ wenigstens immer wieder auf, stellten sich dem Gegner und kämpften bis zum letzten „Blutstropfen“. Doch, siehe oben, wenn man sich nicht wehrt, dann kommen solche Ergebnisse wie am heutigen Sonntag heraus.

Die Trainer verwiesen in den ersten Spielen immer auf die bestens funktionierende Abwehr und dass deshalb bisher auch 14 Punkte auf der Habenseite verbucht werden konnten. Heute wurde die Abwehr nach „Strich und Faden“ auseinander gespielt. Ketsch konnte schalten und walten wie es wollte, zumal die Devise galt „jeder Schuss ein Treffer“ ja, die Abwehr des SVA II war wirklich ein „Hühnerhaufen“! Ketsch war einfach immer mindestens zwei Schritte schneller. Dynamisch im Angriff, immer wieder schnelle, einfache Stossbewegungen auf die SVA Abwehr zu und schon ergaben sich Lücken groß wie „Scheunentore“. Dass da unsere Torhüterinnen hier nur schlecht aussehen konnten, wer verdenkt es ihnen. Bei Halbzeit des Spiel bereits ein deprimierender 13:21 Rückstand, welcher für Halbzeit zwei nichts Gutes verhieß.

Wer nun auf Seiten des Allensbacher Anhangs gehofft hatte, dass die Mannschaft Rückgrat zeigen würde und wenigstens verbissen um jeden Ball kämpfen würde, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Weiterhin hatte man  den Eindruck, dass Ketsch ein Gegentor immer gleich mit drei eigenen Toren bestrafen würde. Gut, das ist jetzt ein wenig übertrieben, aber …

Im Angriff konnten unsere Mädels nur sehr selten zeigen, dass auch sie einen guten Handball zu spielen in der Lage sind. Meist waren es Einzelaktionen die zum Erfolg führten. Eine echte Chance das Spielergebnis in erträglichem Rahmen zu halten gab es aber nicht. Der Erfolg für Ketsch war mehr als verdient auch der Höhe nach und der SVA II hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen wäre.

Das Trainerteam Harter /Leenen hat nun in den nächsten beiden Wochen die schwere Aufgabe die Mädels aus Ihrer Lethargie zu wecken, schließlich kann die Mannschaft ja auch Handball spielen. Erfolg stellt sich aber nur dann ein, wenn alle am gleichen Strang ziehen und sich darüber im klaren sind, dass es sich bei der BWOL um eine Leistungsorientierte Liga handelt und nicht um eine Ansammlung von Hobbymannschaften. Verflixt nochmal, wehrt Euch endlich!

Es spielten: Elisa Singler, Jule Gruber; Katja Allgaier (1), Ronja Holzmann (2), Selina Röh (8/4), Jule Wollny (1), Lisa Haab (1), Lisa Maier (5), Lucy Dzialoszynski (2), Jasmin Moll (3), Laura Epple (3), Laura Kayser (3)