Keine Einstellung – keine Punkte ! TSV Wolfschlugen – SV Allensbach 23:18 (10:9)

Das war wohl nix. Nach vier Siegen in Serie hat es die Allensbacher Drittliga-Reserve mal wieder erwischt. Nach einer schlechten Angriffsleistung mit nur 18 erzielten Toren verlor die Mannschaft des Trainerteams Harter/Leenen verdient gegen den Mitaufsteiger aus Wolfschlugen.

Erstmals in dieser Saison ging man mit vollen Segeln in ein Spiel. Sprich, es war erstmalig notwendig, eine Spielerin aus dem Kader zu streichen. Wer geglaubt hatte, das gibt der Mannschaft Rückenwind, sah sich über fast die gesamte Spieldauer getäuscht. Alles, was die Mannschaft bislang ausgezeichnet hat – Teamgeist, Kampfeswille, sportliche Aggressivität, Schnelligkeit – fehlte an diesem frühen Samstagabend im Hexenkessel bei den Hexabannern in Wolfschlugen.

Einzig zwischen dem 1:4 (7.)aus Allensbacher Sicht direkt zu Beginn des Spiels und dem 6:4 einige Minuten (16.) später, gelang es den Spielerinnen um die beiden Kapitäne Selina Röh und Sabrina Schmidt  ihr Potenzial abzurufen.

Davor und danach spielte – bis auf Jule Gruber im Tor – keine einzige Spielerin an ihrer Leistungsgrenze. Das wäre gegen eine verbissen und aufopferungsvoll kämpfende Heimmannschaft, die mit allen Mitteln versuchte die böse Heimniederlage in der Vorwoche gegen Bönnigheim vergessen zu machen, allerdings zwingend notwendig gewesen. Dazu gesellte sich am Samstag ein Schiedsrichtergespann, was anscheinend die Regeln zur progressiven Bestrafung gegen allzu viel körperlichen Einsatz (allerdings auf beiden Seiten, deshalb auch kein Grund für die Niederlage) daheim vergessen hatte. „Wir waren zu satt. Nach vier Siegen in Folge dachte wohl die eine oder andere Spielerin, dass es beim Aufsteiger ein Selbstläufer werden würde. Wenn man dann merkt, dass es doch nicht so einfach ist, bekommt man im Spiel den Schalter nicht mehr umgelegt“, so ein konsternierter Trainer Rainer Leenen.

Harter ergänzt: „Alles kein Beinbruch. Mit nur 23 Gegentoren gewinnt man normalerweise die Spiele in der Oberliga. Wenn man aber selbst nur 18 Tore erzielt und streckenweise über 5-6 Minuten Funkstille herrscht, dann verliert man eben auch diese Spiele.

Allerdings stehen wir mit 12:6 Punkten als Aufsteiger bestens da. Ziel ist es, den kleinen Ausrutscher kommende Woche in Pfullingen mit einem deutlichen Signal wieder vergessen zu machen. Spiele wie jetzt gegen Wolfschlugen gestehen Rainer und ich unseren jungen Mädels zu, auch wenn wir das, was Rainer bereits gesagt hat, diese Woche in der Mannschaftssitzung sicherlich nochmals deutlich thematisieren werden.“

 

Es spielten:

Gruber, Singler (Tor)

Allgaier (1), Holzmann, Röh (6/1), Wollny (1), Haab,  Leenen (3), Maier (4/2), Dzialoszynski (1), J. Moll, Schmidt (1), Epple, Kayser (1)