SVA II mit viel Mühe und langem Anlauf zum Erfolg

SV Allensbach II – HSG Dreiland 24:18 (10:11)

Eine so schwere Geburt hatte man sich auf Allensbacher Seite sicher nicht vorgestellt. Nun, es war ganz sicher kein spielerischer Leckerbissen, den unsere Zweite am heutigen Sonntag ihrem Anhang präsentierte. Offensichtlich schwirrte noch die erste Halbzeit des vorangegangenen Spiels in Todtnau durch die Köpfe der Gastgeberinnen, denn so – oder so ähnlich – stellte sich das Spiel in Halbzeit eins dem Betrachter dar. Einfache Fehler, oft nicht mal vom Gegner provoziert, im Angriff zu harmlos und in der Abwehr nicht richtig zupackend, das war das Spiel der Gastgeberinnen in Halbzeit eins. Doch dem standen die Gäste in nichts nach! Auch sie vergaben reihenweise beste Chancen. Es war also ein zu diesem Zeitpunkt sehr schwaches Spiel beider Mannschaften. Frappierend auch die mangelnde Trefferquote beider Mannschaften, wenn es um das Thema Siebenmeter ging. Allerdings konnten die Gäste wenigstens drei der ihnen zugestandenen Strafwürfe verwerten. Auf Allensbacher Seite war es nur ein erfolgreicher, von insgesamt sechs Siebenmeterwürfen. Trotz alledem hatte man das Spiel weitestgehend insoweit im Griff, als dass man zumeist in Führung lag. Zur Halbzeit dann aber doch ein kleiner Rückstand für den SVA (10:11).

Es muss wohl in der Allensbacher Kabine zur Pause etwas lauter gewesen sein, jedenfalls hatte man fortan den Eindruck, als ob die Mädels nun die Ärmel hochkrempeln und sich vehement gegen eine drohende Niederlage wehren würden. Das erste Tor in Halbzeit zwei erzielten aber trotzdem die Gäste (10:12). Zwei Tore von Ines Ofterdinger kurz hintereinander brachten dann den Ausgleich. Doch noch einmal konnten die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeterwurf in Führung gehen. Diese sollte allerdings die letzte Führung für die Gäste gewesen sein (35.). Danach besann sich der SVA auf seine Möglichkeiten, war im Angriff endlich mal progressiver und auch die Abwehr bekam den Gästeangriff zusehends besser in den Griff. Mette Schulz war es vorbehalten, die Blaugelben wieder in Führung zu bringen. Jule Wollny, offensichtlich mit Wut im Bauch, setzte sich Mitte der zweiten Halbzeit dann vehement in Szene. Innerhalb von drei Minuten erzielte sie drei Tore (19:15). Der Widerstand der HSG Dreiland war gebrochen und die Hausherrinnen setzten sich fortan immer weiter ab. Am Ende zwar ein deutlicher 24:18 Erfolg für den SVA, doch es bleibt noch viel Arbeit für Trainer Martin Gerstenecker. „Man hat gesehen, dass die Abläufe noch nicht so funktionieren wie sie sollen, auch müssen wir die vielen technischen Fehler abstellen. Das braucht seine Zeit“ so Trainer Martin Gerstenecker. Gelegenheit, es besser zu machen, ergibt sich gleich am nächsten Samstag im Spiel gegen den TuS Schutterwald.

Es spielten: Katharina Himmelsbach, Elisa Singler; Madita Holzmann (2/1), Franziska Jakob (1), Tanja Speierl (1), Ronja Holzmann (3), Julia Schuhmacher (1), Jule Wollny (4), Johanna Leenen (2), Mette Schulz (3), Lea Scharpf, Ines Ofterdinger (5), Marie Herbert (1), Vivien Abelmann (1).

Wie gewohnt haben wir noch ein paar Bilder vom Spiel für Euch. Heute von Gunar Fritzsche.