SVA II im Gespräch mit Katharina Himmelsbach

Hallo Katha!

Zunächst mal herzlich willkommen in der SVA Familie.

Danke!  🙂

Deinem Steckbrief entnehme ich, dass Du Handballerisch ganz schön rumgekommen bist in Südbaden. Dabei erinnere ich mich, dass wir als SVA auch schon gegen Dich gespielt haben, als Du noch beim TV Lahr tätig warst und unseren Spielerinnen das Leben schwer machtest wenn diese ein Tor erzielen wollten. Ist Dir das noch im Gedächtnis?

Natürlich!!!  Ich hab immer gerne gegen Allensbach gespielt (lacht), vor allem aber, weil es da immer die eins gegen eins Duelle gab da Allensbach immer sehr schnell nach vorne gespielt, also sehr viel mit Tempogegenstoß gearbeitet hat und das war für mich immer ein Highlight sich dieser Situation zu stellen.

Na das hört man doch gerne  🙂

Die letzte Station, bevor Du jetzt zum SVA gekommen bist, war die DJK Singen. War das beruflich bedingt? Erzähl mal ein bissle.

Ja, das war tatsächlich beruflich bedingt, deswegen bin ich auch hier am Bodensee gelandet und da ich die ersten zwei Jahre hier an der Schule war, wollte ich erst mal ein wenig herunterfahren (Du bist Lehrerin von Beruf?) Ja, genau. Dadurch bin ich in Konstanz gelandet und ich wollte zu Beginn nicht gleich voll einsteigen auf Grund der vielen beruflichen Verpflichtungen, weil, wenn ich Handball spiele, dann mache ich das auch mit Herzblut (das hört man gerne) und ich fühle mich verpflichtet, in jedes Training reinzugehen so gut es geht. Deshalb habe ich damals hier am See zunächst auch nur Kreisklasse gespielt.

Gut! Das klingt sehr vernünftig.

Also, ich denke, es gibt keinen verrückteren Job im Handball, als den, ins Tor zu stehen!

(…Katha grinst bis zu beiden Ohren!)

Da hätte mich niemand dazu überreden können….! Eine Kollegin von Dir hat dazu mal gesagt, dass sie nicht so viel rennen wollte und sie deshalb ins Tor ging. Wie siehst Du das?

(nach kurzer Überlegungspause) Ähm… jein, (das betont sie besonders) mein Vater ist, bzw. war ein sehr guter Fußballtorwart. Tatsächlich habe ich im Feld angefangen zu spielen – auf Mitte – Größentechnisch bedingt und bin dann einige Zeit später auf Grund eines Torwartmangels ins Tor gestanden – nicht zuletzt der Vorgeschichte meines Vaters geschuldet und das hat sich als sehr gute Idee herausgestellt (lacht dabei)

Bei Abwehrversuchen werden die Torhüter des Öfteren am Kopf getroffen, da muss man wohl sehr hart gegen sich selber sein, oder? Wobei ich in einem Trainingsspiel gesehen habe, dass Du den Kopf eben nicht wegdrehst und Dir damit die Chance erhältst, den Ball doch noch zu bekommen.

Das stimmt! Lieber gehe ich aktiv zum Ball, weil, das tut weniger weh, wie wenn ich den Kopf wegziehe und dann am Kopf getroffen werde.

Hmh, ja, das ist sinnvoll – und dabei die Augen auf lassen! Dann hast Du auch mehr Chancen den Ball zu bekommen.

Richtig! (nickt zustimmend mit dem Kopf)

Wie sagt man so schön „Neue Mannschaft Neues Glück“. Wie kommst Du bisher mit Deiner Abwehr zurecht? Was „wurmt“ Dich dabei am meisten, wenn Du da hinten die letzte Instanz bist und „ausbaden“ sollst, was die Abwehr nicht verhindern konnte?

Ja, also bisher komme ich ganz gut zurecht, das war am Anfang ein bissle schwieriger, weil die 3:2:1 hier ein bissle offensiver steht als ich es von Lahr gewohnt war und genau an dem Punkt habe ich noch meine Probleme damit, vor allem dann, wenn die Abwehr nicht zurückkommt, sondern vorne stehen bleibt. Das sollte natürlich nicht passieren im Spiel.

Ja, da gibt’s dann nur eines und zwar darüber reden ob es so oder so geht…

Genau  🙂

Bist Du Selbstkritisch genug um Dir zu sagen „das war meiner“?

Natürlich! Vor allem auch im Training, vielleicht hat man das ja auch schon bemerkt, da bin ich sehr selbstkritisch, vielleicht auch manchmal zu selbstkritisch.

Wie würdest Du Dich beschreiben? Stoiker, Zappelphillip, Heißsporn, Motivator?

Ja, ich würde sagen Stoiker! (will heißen, Du hast die Ruhe weg…) Ja genau, ich bin keine die da hinten rumzappelt wie Elisa (grinst!), sondern ich versuche die Schützen aus dem Gleichgewicht zu bringen, weil ich einfach nichts mache.

Ja, aber manchmal ein deftiges Wort von Dir bezüglich Deiner Abwehr, das hilft doch sicher auch…

Ja, natürlich, klar, das kommt schon von mir. Das kann schon passieren, dass ich „a Wengle“ zorniger werde, wenn’s mal grad nicht so gut läuft.  🙂 Aber das war bisher noch nicht nötig, weil es dazu noch keine passende Situation gab.

Kannst Du mit Kritik umgehen? Wie verarbeitest Du die?

(Lacht und holt tief Luft) Ich brauch zwei Tage dafür. Es kommt natürlich im ersten Moment darauf an, wer, wie, was in dem Moment zu mir gesagt hat aber normalerweise hab ich das nach den zwei Tagen verdaut.

Gut, noch eine Woche, dann geht’s los mit der Runde. Was wünschst Du Dir und Deiner Mannschaft?

Viel Spass! Das wir uns auf dem Platz nicht anzicken sondern miteinander arbeiten und wir auch mal das eine odere andere Spiel gewinnen und nicht dauernd verlieren.

Du meinst also, dass man sich auch den Lohn für die Arbeit abholen kann.

Ja genau so! (lacht)

Gut, dann bleibt mir jetzt nur Dir persönlich zu wünschen übrig, dass es Dir gelingen möge eine gute Saison zu spielen, vor allem aber, dass Du verletzungsfrei bleibst. Vielen Dank für das nette Gespräch. 🙂

Ja, auch vielen Dank.