SVA II: Auswärtserfolg in Nussloch

SG Nußloch – SV Allensbach II 24:27 (15:10)

Ja, es war ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten. Lag man doch zur Halbzeit mit 15:10 zurück. Vor allem die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit hatten doch große Ähnlichkeit mit dem Spiel in St. Leon/Reilingen. Doch von vorne.

Allensbach tat sich in den ersten Spielminuten sehr schwer um ins Spiel zu kommen. Zwar ging man sehr motiviert zur Sache, handelte sich durch individuelle Fehler aber recht schnell zwei Gegentore ein. Ronja Holzmann gelang dann in der dritten Spielminute mit einem Gewaltwurf aus neun Metern der erste Treffer für die Gäste. Doch danach war erst mal wieder Funkstille auf SVA Seite. Es lag sicher nicht an mangelnden Möglichkeiten, die waren vorhanden, doch brachte man sich durch viele technische Fehler, vor allem im Angriff, um den Lohn der Arbeit. Elisa Singler im Tor hielt ihre Mannschaft bis Mitte der ersten Halbzeit im Spiel, daher hielt sich der Rückstand für die SVA Mädels auch im Rahmen. In der achten Spielminute beim Stand von 4:1 erzielte Jana Koch den zweiten Treffer. Postwendend legte Nußloch nach. Mitte der ersten Halbzeit dann aber wie aus dem nichts der 6:6 Ausgleich und zwei Minuten später sogar die erste Führung (6:7) für die Gäste. Auszeit Nußloch (19.). Das sollte Wirkung zeigen. Fortan legten die Gastgeberinnen einen Zahn zu und die „Junghühner“ kamen reichlich in die Bredouille. Man könnte es aber auch anders ausdrücken, die SVA Mädels warfen in der Folge mehrfach den Ball weg, sei es durch Fehlabgaben oder durch mangelnde Chancenverwertung. So wurde aus dem kleinen Vorsprung in der 19. Spielminute ein fünf Tore Vorsprung für die Gastgeberinnen zur Pause – siehe erster Absatz.

Im „Pausentee“ muss dann aber eine „harte Droge“ drin gewesen sein, denn unsere Zweite legte los wie die Feuerwehr. Innerhalb von knapp sieben Minuten war der fünf Tore Rückstand egalisiert! Bis zum Ausgleich erzielte Nußloch dabei kein einziges Tor! Auf SVA Seite war man nun wieder optimistisch, was einen möglichen Erfolg im Auswärtsspiel anbelangte. Corinna Spiegel, die in der zweiten Halbzeit für Elisa Singler ins Tor kam, konnte sich dabei gleich mehrmals auszeichnen, was den Gegner offensichtlich in gewisser Weise verunsicherte. Daher auch erst in der 39. Spielminute der erste Treffer für die Gastgeberinnen in Halbzeit zwei. Fortan ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten. Die nächsten fünf Spielminuten also ein munteres hin und her, dem Führungstreffer folgte alsbald der Ausgleich… Trotz einiger nach wie vor vorhandenen technischen Fehler bei den Gästen erkannten die SVA Mädels aber, dass hier und heute „was geht“! Die Abwehr langte beherzt zu und Laura Epple, die auf der vorgezogenen Position stand, konnte Ballverluste der SG nutzen mit zwei weiteren Treffern (46.), jeweils durch Tempogegenstoß. Zum ersten Mal eine zwei Tore Führung für die SVA Mädels. Das Selbstvertrauen in die eigenen Möglichkeiten war fortan spürbar. Richtig so, dachte sich die Minianhängerschar auf der Tribüne! Während bei Nußloch nun die Kräfte zu schwinden schienen, legten die „Junghühner“ nochmals nach und gut 10 Minuten vor Schluss ein 4 Tore Vorsprung für die Gäste. War es das? Nun, es sollte noch einmal hektisch werden. Zwei Minuten Strafen auf beiden Seiten, sieben Meter Würfe, die nicht ihr Ziel fanden, doch Jenny Heinstadt war es vorbehalten, mit dem 24:27 den endgültigen Siegtreffer für unsere Zweite zu erzielen. Unter neutraler Beobachtung des Spiels war es ein verdienter Erfolg für den SVA, das unbedingte gewinnen wollen gab hierfür den Ausschlag und, so Trainer Leenen nach dem Spiel „die breiter besetzte Bank hat den Ausschlag gegeben“ und, so Trainer Leenen weiter, „wenn das  kein Geburtstagsgeschenk für meinen Kollegen Andy gewesen ist…“ Die Stimmung auf der Heimfahrt war dann auch entsprechend. 🙂

Es spielten: Elisa Singler, Corinna Spiegel; Madita Holzmann, Jana Koch (4), Luisa Gehringer, Jennifer Heinstadt (2), Ronja Holzmann (4), Jule Wollny (1), Janine Lauth (1), Johanna Leenen (3), Kimberly Gisa (1), Lucy Dzialoszynski (6), Jasmin Moll, Laura Epple (5/2)