SVA II: Zwei Halbzeiten – zwei Gesichter SG Kappel/Steinb. – SVA II 23:22 (16:9)

Da ist jetzt mal des Chronisten Fantasie gefragt. Oder wie beschreibt man ein Spiel, dessen zwei Halbzeiten unterschiedlicher nicht sein konnten? Wenn man die Pest an den Händen hat, gibt man leider auch ein solches Spiel aus den Händen.

Nach 0:6 Punkten in Folge stand die Truppe von Harter/Leenen unter Zugzwang. Man hatte sich vorgenommen, den Negativtrend der letzten drei Spiele zu stoppen. Das gelang bis zum 5:6 in der 12. Minute beim heimstarken Mitaufsteiger Kappelwindeck/Steinbach auch recht eindrucksvoll. Die herausgespielten Chancen wurden konsequent genutzt und die Abwehr stand sehr gut. Dann holte sich die starke Torhüterin der Heimmannschaft, Miriam Federau, zwei „todsichere“ nacheinander und bei den Mädels des SVA lief über 10 Minuten nichts mehr zusammen. Aus einem 5:6 wurde ein 12:6 für die Gastgeber, bevor Selina Röh den Torfluch überwand. Beim 16:9 wurden die Seiten gewechselt.

Die Mannschaft rappelte sich auf und kam mit der von beiden Trainern verordneten 6:0 Abwehr bestens zurecht. Nach 4 Toren in Folge sah sich der Heimtrainer gezwungen seine erste grüne Karte der zweiten Halbzeit zu nehmen. Ein 16:13 leuchtete von der Anzeigentafel und der SVA war heiß. Nach einem weiteren Treffer zum 16:14 gelangen Steinbach die ersten beiden Tore zum zwischenzeitlichen 18:14. Allensbach steckte nicht auf, kämpfte sich Tor um Tor  heran. Beim 20:19 hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Leider fanden die ansonsten souverän leitenden Schiedsrichter bei der Vergabe der Siebenmeter keine klare Linie, die auf beiden Seiten gleiche Maßstäbe angesetzt hätte. Das eine oder andere Siebenmeter würdige Foul gegen den SVA wurde nicht geahndet, während auf der anderen Seite jede Aktion in der Nähe des Torraumes zwangsweise zum Pfiff auf den Punkt führte…, unglücklich! Genauso ist es fragwürdig, wenn ein und dieselbe Spielerin für angebliches Meckern und ein harmloses Foul in den letzten acht Minuten des Spiels zwei Mal vom Platz muss. Somit spielten die Allensbacher Mädels von den letzten 8 Minuten vier in Unterzahl. Schwierig, nach einer derart grandiosen Aufholjagd. Dennoch war die Chance da, das Spiel zumindest mit einem Unentschieden zu beenden. Doch es sollte an diesem Sonntagnachmittag einfach nicht sein. Somit musste der Allensbacher Tross mit einer Niederlage und nunmehr 0:8 Punkten in Folge die Heimreise antreten.

Die nun folgende vierwöchige Pause wird der jungen Allensbacher Mannschaft helfen, die Köpfe wieder frei zu bekommen, um dann mit Schwung in die Rückrunde zu gehen.

„Wir stehen nach wie vor für einen Aufsteiger sehr gut da und können stolz auf das Erreichte sein“, so Trainerin Babsi Harter. Rainer Leenen ergänzt: „Man darf nicht vergessen, woher wir kommen und wie jung die Mannschaft im Schnitt noch ist. Dass wir eine solche Negativphase erleben werden, haben wir den Mädels bereits vor der Saison prophezeit. Jetzt stecken wir mitten drin und kommen da auch zusammen wieder raus. Versprochen!“

Für die Drittligareserve beginnt die Rückrunde am 15.01.17 mit dem Heimspiel gegen den TSV Ketsch II, dem der SVA die bisher einzige Niederlage beigebracht hat. Ein gutes Omen für den Rückrundenauftakt in der Riesenberghalle!

Bis dorthin verabschieden sich Spielerinnen und Trainer in die verdiente und überfällige Weihnachtspause, bedankt sich herzlich bei allen Fans, Helfern, Sponsoren und der Abteilungsleitung Handball des SVA für die jederzeit tolle Unterstützung und das Vertrauen!

Fröhliche Weihnachten und auf ein Neues in 2017!

Es spielten: Elisa Singler, Jule Gruber; Katja Allgaier (4), Ronja Holzmann (2), Selina Röh (4), Jule Wollny, Johanna Leenen (1), Lisa Maier (5), Lucy Dzialoszynski, Jasmin Moll (1), Sabrina Schmidt (1), Laura Epple (3), Laura Kayser (1)