SVA erzielt glanzlosen Sieg

SV Allensbach II – HSG Freiburg II 19:17 (10:10)

In einem äußerst schwachen SBL Spiel voller Pleiten Pech und Pannen gewinnt die Zweite des SVA am Ende glücklich mit 19:17 Toren.

Dabei begann das Spiel äußerst kurios. Die HSG Freiburg II stand zunächst mit nur sechs Spielerinnen auf der Platte. Deshalb hatte das Spiel auch zehn Minuten später begonnen. Interessant allerdings die Tatsache, dass sich die Gäste auch in Unterzahl zunächst besser präsentierten. Den ersten Treffer erzielte allerdings der Gastgeber durch Ines Ofterdinger. Doch gleich darauf durfte Torhüterin Katharina Himmelsbach bei zwei Chancen der Gäste ihr Können zeigen. Das sollte doch Selbstvertrauen geben – so die Meinung der SVA Fans. Doch in der Folge zeigte Freiburg das durchdachtere Spiel, war auch bereit, sich körperlich durchzusetzen. Ein Manko auf der SVA Seite. Folge davon war, dass die Gäste trotz Unterzahl mit zwei Toren in Führung gingen. Allensbach hatte es fertig gebracht, trotz permanenter Überzahl die Gäste besser aussehen zu lassen. Fehlabgaben, Fangfehler und mangelhafte Chancenauswertung verhinderten eine mögliche, weil in Überzahl, deutliche Führung. Auch zeigte der SVA ein nicht gerade überzeugendes Angriffsspiel –  um das mal vorsichtig zu formulieren. So paradox es klingt, aber erst als die Gäste ab der 23. Spielminute vollzählig waren, war das Spiel ausgeglichener. Bis dahin hatte Freiburg selbst in Unterzahl erfolgreich „Abräumen“ gespielt, was man für gewöhnlich dann sieht, wenn man in Überzahl ist. Freiburg hatte aber fortan Mühe sein bis dahin gezeigtes spielerisches Niveau zu halten. Nicht weil der SVA deutlich besser geworden wäre, nein, zu oft hatte man nach wie vor Schwierigkeiten das Spiel in den Griff zu bekommen, sondern weil die Gäste der Unterzahl Tribut zollen mussten. Zur Halbzeit ein für den SVA schmeichelhaftes 10:10.

Halbzeit zwei sollte, ja musste besser werden, weil man die beiden Punkte gegen Freiburg unbedingt haben wollte. Gleich zu Beginn ergaben sich zwei eigentlich 100%ige Chancen für die Gastgeberinnen, doch beide wurden vergeben. Julia Schuhmacher mit dem erlösenden 11:10 vom Kreis, das müsste doch Auftrieb geben… Doch weiter stand man sich selber im Weg und verpasste es frühzeitig, die Weichen auf Erfolg zu stellen. Die HSG, deren Kräfte nun merklich nachließen, blieb weiterhin im Spiel, schaffte beim 12:12 wieder den Ausgleich….

Zwei Rückraumtreffer von Ronja Holzmann und ein gehaltener Siebenmeter von Elisa Singler. Es könnte alles so einfach sein… Aber auch nach 40 Spielminuten strahlen die Gastgeberinnen noch immer keine Souveränität und Durchschlagskraft im Angriff aus.

Kurz danach hält Elisa Singler einen Siebenmeter, Ronja Holzmann trifft aus dem Rückraum, Jule Wollny mit einem Tempogegenstoß und, last but not least, Johanna Leenen mit einem Rückraumwurf (!) stellten zum ersten Mal eine vier Tore Führung her. Jetzt aber… dachte sich der Anhang des SVA. Doch dieses Aufflackern von Spielwitz und Einsatzfreude auf Seiten des SVA währte nur kurz, nicht weil die HSG jetzt sehr dynamisch vorgegangen wäre, nein, weil der SVA wieder in sein Phlegmatisches, mit Fehlern behaftetes Spiel, zurückfiel. Auch kurz vor Spielschluss musste man Sorge haben, dass die Gastgeberinnen das Spiel noch aus der Hand geben würden. Aber, es hat gereicht! 19:17 am Schluss, zwei wichtige Punkte für den SVA. Bereits am kommenden Samstag trifft die Zweite dann auf den aktuellen Tabellenführer Dornstetten, ebenfalls in der Riesenbergsporthalle. Anpfiff ist um 17:45 Uhr. Hier wird sicherlich eine deutliche Leistungssteigerung vonnöten sein, um am Ende etwas Zählbares in Händen halten zu können.

Es spielten: Katharina Himmelsbach, Elisa Singler; Madita Holzmann (2/2), Franziska Jakob (1), Rahel Müller (2/2), Tanja Speierl (1), Ronja Holzmann (3), Julia Schuhmacher (1), Jule Wollny (4), Marit Walz (1), Johanna Leenen (3), Mette Schulz, Lea Scharpf, Ines Ofterdinger (1).

Und wir haben wieder Bilder vom Spiel…

Heute von: Gunar Fritzsche