Südbadische Meisterschaft der weiblichen D-Jugend: SV Allensbach wird Vizemeister!

Nachdem die weibliche D1-Jugend des SV Allensbach Anfang April als Bezirksmeister feststand, war für die Spielerinnen und Trainer die Saison noch nicht beendet: Es galt die Südbadische Meisterschaft der weiblichen D-Jugend auszutragen! Den Bezirk Hegau-Bodensee vertraten der SV Allensbach und die JSG Hegau, für den Bezirk Offenburg/Schwarzwald traten die JSG ZEGO und die HSG Ortenau Süd an, die HSG Freiburg und der TuS Oberhausen für den Bezirk Freiburg/Oberrhein sowie der TV Sandweier und die gastgebende SG Kappelwindeck/Steinbach für den Bezirk Rastatt.

In der Gruppe A, bestehend aus der HSG Freiburg, der JSG ZEGO, dem TV Sandweier und der JSG Hegau setzte sich von Beginn an die JSG ZEGO durch: An  Anzahl und Körperlichkeit allen anwesenden Mannschaften überlegen, qualifizierte sich die Mannschaft von Oliver Schmeyer über ihr körperbetontes Spiel mit drei deutlichen Siegen für das Halbfinale; als Gruppenzweiter folgte die HSG Freiburg, eine Mannschaft, die vor allem durch ihr schnelles und technisch-gutes Spiel auffiel. Die JSG Hegau tat sich an diesem Turniertag schwer: Nach zwei Niederlagen und  einem Sieg in der Gruppenphase, spielte der zweite Vertreter des Bezirks Hegau-Bodensee um die Plätze 5 und 6, und setzte sich hier am Ende mit 13:11 knapp gegen die Gastgeber aus Kappelwindeck/Steinbach durch.

In der Gruppe B, bestehend aus dem SV Allensbach, dem TuS Oberhausen, der HSG Ortenau Süd und der SG Kappelwindeck/Steinbach kristallisierte sich kein klarer Favorit heraus, alle Spiele waren deutlich enger als in der Gruppe A, so dass es hier bis zum Ende der Gruppenphase  hochspannend blieb.

Die Spielerinnen des SV Allensbach starteten in das Turnier sehr nervös: Das erste Spiel gegen den TuS Oberhausen wurde mit 13:12 knapp gewonnen, auch das zweite Spiel gegen die HSG Ortenau Süd ging mit 6:9 an den SVA; hier war zwar längst noch nicht alles gut, aber die Mannschaft begann, sich auf ihre Stärken – vor allem in der Abwehr – zu besinnen. Im dritten Gruppenspiel gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach, die traditionell gut aufgestellt ist, zeigte die Mannschaft dann, warum sie zu den acht besten Mannschaften Südbadens gehört: Für beide Mannschaften ging es in diesem letzten Gruppenspiel um den Einzug ins Halbfinale,  Anspannung und Respekt  waren auf beiden Seiten groß, Spannung garantiert. Zu Beginn des Spiels tasteten sich beide Mannschaften ab, die 2:0 Führung der Allensbacher glich die SG Steinbach/Kappelwindeck umgehend wieder aus. Erneut setzte sich Allensbach mit zwei Toren ab, Steinbach hielt den Anschluss. Ab der 9. Minute nahm der SV Allensbach dann das Spiel in seine Hand. Eine souveräne Abwehr blockte das gegnerische Angriffsspiel ab und die Allensbacher Würfe fanden den Weg ins gegnerische Tor: Im Vorfeld unerwartet, aber verdient deutlich gewann der SVA das dritte Gruppenspiel mit 14:6 und qualifizierte sich als Gruppenerster der Gruppe B für das Halbfinale. Gruppenzweiter wurde hier die HSG Ortenau Süd.

Im ersten Halbfinale standen sich dann die HSG Freiburg und der SVA gegenüber. Hier wurde das sicherlich schönste Spiel des Tages gespielt – und eines der spannendsten Spiele des Turniers insgesamt. Die zwei  körperlich ausgewogenen Mannschaften zeigten in einem sehr fairen Spiel viel Engagement, so dass sich lange keine Mannschaft mit mehr als ein bis zwei Toren absetzten konnte. Bis zur 12. Minute war es immer die HSG Freiburg, die vorlegte, und der SVA, der nachzog. Sechs Minuten vor Schluss glich der SVA zum 6:6 aus, alles war noch offen; zu diesem Zeitpunkt war kein Sieger ersichtlich, so eng war das Spiel.  Nur drehte sich jetzt das Spiel, indem der SVA vorlegte, und die HSG Freiburg die Mannschaft war, die nachziehen musste. Auf 9:7 setzte sich der SVA in 16. Minute ab, die HSG verkürzte auf 9:8. In der 17. Minute war die Spannung dann kaum mehr auszuhalten, als die Gegner einen 7-Meter zugesprochen bekamen – und dieser von der Allensbacher Torfrau gehalten wurde! Im Gegenzug erzielten die Allensbacher wenige Sekunden vor Spielende das erlösende 10:8, und standen somit als erster Finalist des Turniers fest. Das zweite Halbfinale spielten die JSG ZEGO und die HSG Ortenau Süd: Mit 11:7 setzte sich hier JSG ZEGO nicht unerwartet durch und stand als Finalgegner fest.

Im Finale standen sich somit die JSG ZEGO und der SV Allensbach gegenüber. Aufgrund der körperlichen Überlegenheit des Gegners lag die Favoritenrolle eindeutig bei der JSG ZEGO, aber kampflos ergeben wollten sich die Spielerinnen vom Bodensee nicht. Und das taten sie auch nicht – die JSG ZEGO musste um diesen Sieg lange kämpfen, denn die Allensbacher Abwehr stand erneut sehr  gut und bremste den gegnerischen Angriff durch sehr gutes Stellungsspiel, hohen Einsatz und eine geschlossene mannschaftliche Leistung aus. Erst in der siebten Minute konnte sich die JSG ZEGO mit drei Toren absetzten, bis zur neunten Minute kämpften sich die Allensbacher aber auf ein Unentschieden (6:6) heran. Der Allensbacher Angriff war hier jedoch zu uneffektiv und zu wenig beweglich – dem körperbetonten Abwehrspiel und dem permanten Festmachen von ZEGO konnte die Mannschaft von Lucy Dzialoszynski und Jenny Heinstadt zu wenig entgegensetzen, so dass sich zum Spielende verdient die JSG ZEGO ab- und durchsetzte und Südbadischer Meister wurde.

Der Mannschaft und den Trainerinnen des SV Allensbach gratulieren wir herzlich zur Vizemeisterschaft!

Es spielten: Paula Gehringer, Maren Laube,  Paula Sommer, Janina Zunftmeister, Jasmin Egenhofer, Gina Lippok, Ellen Riemann,  Mara Zierl, Jane Boos, Angelina Gisa und Emma Thimm