Südbadische Auswahl Jg. 2001 bei der DHB–Sichtung im Reigen der besten Talente Deutschlands aktiv

Vor einigen Tagen durften 12 Mädchen aus dem Kader der SHV-Auswahl bei der großen Sichtungsmaßnahe des Deutschen Handballbundes nach Ostfildern–Ruit reisen, um sich mit den besten 120 Handball-Talenten des Jahrgangs 2001 aus dem südlichen Bundesgebiet messen. Zuvor hatte der DHB bereits ebenfalls 10 Landesverbände im Norden und Osten zur Sportschule Berlin-Kienbaum eingeladen.

Vom SV Allensbach waren hier Jennifer Dziubale, Emilia Eckart, Sophie Leenen sowie Trainerin Sonja “Bommel” Pannach dabei.

Neben zahlreichen Leistungstests und Trainingsangeboten mit allen derzeitigen Bundestrainern des Frauen- und Mädchenbereichs, war es dann zentrale Aufgabe, im Handball-Turnier der verschiedenen Auswahlteams zu beweisen, dass die Mädels in der Nachwuchsförderung in Südbaden auf einem guten Weg sind.

Dies gelang in den Auftaktspielen gegen den „Nachbarn“ Nordbaden nur bedingt. So musste man nach durchwachsenem Auftritt jeweils in beiden, getrennt gewerteten Halbzeiten den Siegtreffer der Gegnerinnen in den letzten 5 Sekunden hinnehmen, konnte aber immerhin das Penalty-Werfen gewinnen. Gegen die körperlich und athletisch überlegenen Mädchen aus Westfalen, wehrte sich der SHV anschließend ebenfalls nach allen Kräften und konnte immerhin die 1. Halbzeit in der vorgeschriebenen 3:2:1 Abwehr gewinnen, um dann allerdings in der ungewohnten defensiven 6:0 Abwehrformation die 2. Hälfte abzugeben. Am zweiten Turniertag konnten die Mädels dann eine deutliche Leistungssteigerung verbuchen. So gewann man gegen das Saarland sehr deutlich beide Halbzeiten incl. die Penalty-Einlage, um dann auch gegen das Team aus Rheinland-Pfalz  jeweils mit einer gewonnenen und verlorenen Halbzeit letztlich über den Penalty-Erfolg auch das Spiel zu entscheiden.

Am Finaltag hatte der SHV sich mit dem Vorrundenplatz 3 dann für das Spiel um Rang 5/6 qualifiziert, dass gegen eine äußerst körperlich reife Auswahl vom Niederrhein mit jeweils einer gewonnen Hälfte, durch das verlorene Penalty-Werfen letztlich Platz 6 einbrachte. Insgesamt konnten die SHV-Mädels sich im Verlaufe der Sichtungsveranstaltung deutlich steigern und bewiesen einen tollen Teamspirit – sicherlich auch ein Verdienst von Betreuerin Janika Oberle.

Die Leistungsträgerinnen um Steffi Elies, Alina Majcen, Guiliana Spinner oder Laetita Quist konnten immer wieder einmal ihr Können aufblitzen lassen, aber nicht konstant ihre handballerischen Fähigkeiten bestätigen. Dabei dürfte letztgenannte Spielerin aufgrund ihrer guten körperlichen Möglichkeiten eine reale Chance haben, zu einer DHB-Schulungsmaßnahme geladen zu werden. Recht auffällig waren ebenfalls Sarah Tränkel mit einer guten Abwehrleistung, Jenny Dziubale am Kreis, wie auch beide eingesetzten Torhüterinnen. Auch die übrigen Mädels brachten sich sehr gut ein, waren allerdings noch nicht konstant genug, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Den SHV-Verantwortlichen dieses Jahrgangs bleiben nun weitere knappe 2 Jahre, um diesen Jahrgang auf den 2. Höhepunkt ihrer gemeinsamen Verbandskarriere vorzubereiten, wenn es gilt im Januar 2018 erneut gegen die besten Deutschen Handballerinnen dieses Jahrgangs beim Länderpokal des DHB anzutreten. Dies wird man in bewährt engagierter und motivierter Art und Weise angehen und ist sich sicher, dass auch hier erneut ein guter Jahrgang die Farben des Südbadischen Handballs vertreten wird.

Bild: Das Team des SHV mit dem aktuellen Co-Trainer des Männer Europameisters Deutschland, Axel Kromer

Bericht: Arnold Manz