Seeadler stürzen bei Heimpremiere gewaltig ab

SG Herren – TV St. Georgen 24:38 (12:15)

Auf dem Papier war die SG der klare Aussenseiter gegen die spielstarken Schwarzwälder – und letztere wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Trotz gutem Start, 3:0 für das Heimteam, und noch einer ordentlichen Leistung im ersten Durchgang, fand das Team vom See in Halbzeit 2 keinerlei Gegenmittel mehr um gegen die bärenstarken Gäste bestehen zu können.
St.Georgen spielte all sein Stärken aus und zeigte dem Aufsteiger deutlich die Grenzen auf. Die Seeadler ließen zu schnell die Köpfe hängen und ergaben sich quasi wehrlos ihrem Schicksal. Die Gäste konnten schalten und walten wie sie wollten und bauten ihre Führung Tor um Tor aus. In der 44.Minute war es dann erstmals eine 10-Tore Führung für St.Georgen (17:27). Weder im Angriff noch in der Abwehr konnten die Gastgeber entscheidend dagegen halten. Die Spieler wirkten verunsichert und teilweise auch kopflos, so daß sie durch einfachste Fehler dem Gast in die Karten spielten. Auf Allensbacher Seite wähnte man den Schlußpfiff sehnlich herbei um nicht weiter unter die Räder zu kommen.

Das Endergebnis auch in dieser Höhe (24:38) ging für die Gäste völlig in Ordnung. Nach dem Spiel war man sich einig, daß der TV St.Georgen sicherlich zu den besseren Mannschaften in der Liga gehört, aber die Art und Weise wie der Gastgeber in der zweiten Halbzeit aufgetreten ist schlicht und einfach eine Katastrophe war. Die Spieler selbst haben gemerkt, daß es hier eine andere Gangart ist als noch letzte Saison in der Bezirksliga. Die Mannschaft muß sich möglichst schnell an das neue Klima in der Landesliga gewöhnen um nicht von Anfang an den Anschluß an das Mittelfeld zu verlieren.

Im zweiten Spiel am 17.09. stellte sich ein weiteres Top-Team mit dem ESV Weil am Riesenberg vor (Ergebniss lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Sie dürften noch einen Ticken stärker als die Schwarzwälder, einzuschätzen sein. Die Gäste vom Hochrhein haben sich selbst das Ziel „Aufstieg“ auferlegt und werden die Punkte beim Aufsteiger fest eingeplant haben. Die Seeadler sind also erneut der klare „Underdog“ und vielleicht liegt genau hier die Chance ein gutes Ergebnis zu erzielen. Außerdem kann man wieder auf die beiden Stammkräfte Benni Armbrüster und Marvin Bauer zurückgreifen, welche im ersten Spiel gefehlt haben.

Es spielten:
Amann, Beckmann (Tor); Heitvogt (11/2), Freitag, Mauz, König (2), Deggelmann, Weltin, Wiest (2), Dzialoszynski, Armbrüster F. (5), Karrer (3), Hänsel A. (1), Wütherich