Quo vadis SVA II ?

SV Allensbach II – HSG Strohgäu

Mit nur 2:10 Punkten aus sechs Spielen stehen die Frauen II aktuell auf dem vorletzten Platz in der BW-Oberliga. Dieser bedeutet am Ende der Saison einen sicheren Abstieg in die Südbadenliga. Die Regelung der Oberliga besagt nämlich, dass je nach Abstieg aus der dritten Liga mindestens zwei, jedoch im schlimmsten Fall bis zu vier Mannschaften den bitteren Gang zurück in die höchste Verbandsspielklasse antreten müssen. Demnach darf man das kommende Spiel gegen den Aufsteiger aus Württemberg, die HSG Strohgäu, durchaus als richtungsweisend für die Drittliga-Reserve des SVA bezeichnen.

Nachdem die Mädels des Trainergespanns Harter/Leenen am letzten Samstag mal wieder knapp verloren haben, gilt es nun die Trainingswoche zu nutzen, um vor allem das Thema Einstellung und Motivation bei allen zu hinterfragen und zu prüfen. Spielerisch haben die Mädels vom See die Mittel und Möglichkeiten gegen nahezu jeden Gegner in der Oberliga zu bestehen. Das beweist alleine das bislang sehr knappe Torverhältnis von minus 12 Toren. Sprich alle Spiele wurden denkbar knapp verloren und selbst gegen den amtierenden Tabellenführer aus Mannheim, hielt man, mit einem Rumpfkader, bis fünf Minuten vor Spielende super mit und lag nur mit zwei Toren hinten.

„Sicherlich zehren die immer wieder knappen Ergebnisse am Selbstwertgefühl unserer Mannschaft und wir bräuchten dringend mal zwei/drei Spiele, die ebenso knapp zu unseren Gunsten ausgehen. Aber das muss man sich erarbeiten und daran glauben. Oberliga ist nichts, wo man samstags oder sonntags hingeht und ein bisschen Handball spielt gegen nette andere Mädels. Das ist die vierte Liga! Wir erwarten einfach, dass die Einstellung und das Bewusstsein, dass es sich um die vierte Liga handelt, bei jeder einzelnen Spielerin verinnerlicht ist und auch danach gehandelt wird, nicht nur von einem Teil der Mannschaft“, so eine immer noch sichtlich vom letzten Auftritt genervte Trainerin Babsi Harter.

„Strohgäu kommt mit der Empfehlung von 7:3 Punkten aus den ersten fünf Spielen an den See. Respekt für den Aufsteiger, der sich bislang nur Wolfschlugen äußerst knapp mit einem Tor geschlagen geben musste. Das wird kein Selbstläufer am Samstagabend. Aber wir sind stark genug um daheim jeden Gegner zu schlagen. Zweifelsfrei ist die diesjährige Spielplanansetzung für uns eher unglücklich. Wenn man bis Anfang November von neun Spielen nur drei daheim hat, ist das sicherlich kein Wettbewerbsvorteil der Mannschaft, die hiervon betroffen ist. Da muss sich auch mal die spielleitende Stelle fragen lassen, was das soll!“, so Trainer Leenen weiter.

Stand heute können die beiden Trainer – bis auf die weiterhin verletzte Ronja Holzmann – personell aus dem Vollen schöpfen. Somit haben sie wieder mehr taktische Optionen als vor Wochenfrist beim Spiel in Heiningen. Es bleibt abzuwarten, wie und ob die Mannschaft als solche auf das letzte Spiel reagiert und ob ein Ruck durch die Truppe geht. Zu wünschen ist es ihr!

Anpfiff bei den Frauen II ist am Samstag, 21.10.17 um 19.30 Uhr in der Riesenberghalle in Allensbach-Kaltbrunn.