Leonie Kuntz hält drei Siebenmeter, doch das reicht trotzdem nicht

SV Allensbach II – HSG Strohgäu 17:25 (10:9)

Der Anhang des SVA rieb sich in Halbzeit eins zunächst verwundert die Augen, sah er doch eine voll motivierte Mannschaft des Gastgebers. Laura Epple hatte mit einem feinen Heber von außen das 1:0 erzielt. In der Folge wurden weitere gute Chancen herausgespielt, die aber zum Teil überhastet vergeben wurden. Die Gäste, überrascht vom Druck der Gastgeberinnen, hatten sich bereits nach fünf Spielminuten drei Verwarnungen eingehandelt. Die Abwehr der Heimmannschaft stand gut, man ging aggressiv zu Werke und Leonie Kuntz im Tor hielt im Tor was zu halten war – manchmal auch mehr. Katja Allgaier vom Kreis erzielte in der sechsten Minute das 2:0 und eigentlich hätte das Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten geben können – eigentlich. Auf SVA Seite wollte man in der Folge zu viel, spielte überhastet, warf einige Bälle leichtsinnig weg und brachte so die Gäste zurück ins Spiel. Immerhin dauerte es bis zur 9. Spielminute bis die Gäste das erste Tor erzielen konnten. In der Folge gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Der SVA, bemüht das Spiel weiterhin positiv zu gestalten, brauchte einfach zu viele Möglichkeiten um zum Torerfolg zu kommen. Doch, wie aus dem nichts hatte die HSG ausgeglichen, ja ging in der 22. Spielminute selbst mit zwei Toren in Führung (5:7). Doch noch einmal schlug der SVA zurück, machte aus einem 6:8 ein 10:9 zur Pause. Wann lag die Zweite in dieser Saison bei Halbzeit schon mal vorne? Das muss doch Auftrieb geben, oder?

Den ersten Treffer in Halbzeit zwei erzielten die Gäste (10:10). Kurz darauf hatte Johanna Leenen die Chance im erweiterten Gegenstoß den Führungstreffer zu erzielen…  Kurz danach die Chance durch einen sieben Meter Wurf wieder ausgleichen zu können, aber, er führte nicht zum Ziel, einer von vier vergebenen Strafwürfen. Doch auch die HSG Strohgäu hatte so ihre liebe Not um entscheidend wegzukommen. Immer wieder stand am Ende Torhüterin Leonie Kuntz genau richtig. Es blieb bis zur 41. Spielminute eng, es stand nur 13:14 für die Gäste.

Doch danach, ein Spiegelbild der ganzen Saison, fiel es der Heimmannschaft immer schwerer die Lücke im gegnerischen Abwehrverband zu finden. Die spielerische Linie ging zusehends verloren und die Wurfversuche, von einigen wenigen gelungenen Szenen mal abgesehen, muss man als kläglich bezeichnen. Die HSG Strohgäu erzielte in der Folge relativ einfache Tore, verstand es immer öfter seine Spielerinnen erfolgreich in Szene zu setzen. Acht Minuten vor Schluss dann auch ein fünf Tore Rückstand, die Messe war gelesen….

Man kann jetzt darüber Philosophieren, ob es einfach so ist, dass wenn eine Mannschaft hinten drin steht, mit dem Rücken zur Wand, es grundsätzlich schief läuft. Allerdings, und das muss man so festhalten, wäre in diesem Spiel wesentlich mehr drin gewesen, oder auch, dieses Spiel hätte nicht verloren werden müssen. Die Mannschaft stolperte, wieder einmal, an ihren eigenen Unzulänglichkeiten.

Es spielten: Leonie Kuntz, Corinna Spiegel; Jana Koch, Katja Allgaier (5), Hannah Person, Ronja Holzmann, Jule Wollny, Stefanie Hotz 5/3, Johanna Leenen, Lucy Dzialoszynski (1), Leonie Scholl (1), Julia Scharff, Laura Epple (4), Laura Kayser (1).