Knapper Erfolg gegen Oberhausen

SVA C1 – TuS Oberhausen 27:26 (19:10)

Die C 1 traf in ihrem zweiten Heimspiel der Saison auf den Vorjahresdritten und Dritten des SHV-Pokals, TUS Oberhausen. Also wieder ein echter Gradmesser, zumal auch die Oberhausener insgesamt fünf SHV-Auswahlspielerinnen mit Milena Mutach an der Spitze im Kader haben.
Erstmals in dieser Saison konnte das SVA-Trainerteam auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Zu Beginn entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Oberhausens Rückraum wechselte immer wieder die Positionen, um die Zuordnung in der Allensbacher Abwehr zu erschweren. So stand es nach sieben Spielminuten 5:4 für den SVA.
Ein zwei Umstellungen in der SVA-Abwehr sorgten für mehr Stabilität und Sicherheit, ebenso gelang es die Kreise von Oberhausens Top-Scorerin, Milena Mutach, einzuschränken.
Der SVA ließ bis zum Halbzeitpfiff lediglich noch vier Gegentore zu und baute seinen Vorsprung auf 19:10 aus. Die Allensbacher Mädels waren in Abwehr und Angriff hochkonzentriert, beweglich und leisteten sich keine technischen Fehler. In dieser Phase dominierte der SVA das Spiel fast nach Belieben, was so nicht zu erwarten war. Sollte es eine klare Sache für den SVA werden?

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah es danach aus, denn der SVA konnte seinen Vorsprung nach 28 Spielminuten auf zehn Tore zum Spielstand von 21:11 ausbauen. Die Messe schien gelesen, dachte man sich wohl. Jedoch ist Oberhausen keine Mannschaft, die aufgibt, sondern weiterspielt und kämpft. Beim SVA schlichen sich nun die technischen Fehler ein – ungenaue Pässe, Fangfehler…
Im Angriff schaffte es man immer weniger die Oberhausener Abwehr in Bewegung zu bringen und sich vermeintlich einfache Abschlusspositionen zu erarbeiten. In der Abwehr war plötzlich der Zugriff, die Konzentration und die schnellen Beine weg. Oberhausen kam Tor um Tor heran. Nach 40 Spielminuten Stand war der Vorsprung halbiert, es stand nur noch 24:19. Sekunden später nur noch 24:20.
Eine Auszeit des SVA sollte Ruhe ins Spiel bringen, die Möglichkeit sich zu berappeln und den Spielfluss der Gäste zu unterbrechen. Zwar konnte man danach nochmal auf fünf Tore davonziehen, aber Oberhausen blieb dran. Als viereinhalb Minuten vor Schluss der Vorsprung noch immer 4 Tore betrug wähnte man sich am Ziel. Doch wieder gelang es im Angriff nicht nachzulegen und die Gäste kämpften sich heran. 2 Minuten vor Spielende schmolz der Vorsprung auf ein mickriges Törchen dahin. Und 78 Sekunden vor Schluss, Oberhausen zog seine Auszeit, lagen Ball und das Momentum auf Seiten der Gäste. Das Trainerteam des SVA schickte seine vermeintlich stärksten und erfahrensten Spielerinnen, wenn auch teilweise angeschlagen und nicht 100 prozentig fit aufs Feld, um den Vorsprung zu verteidigen. Oder im Falle des Ausgleichs mit einem letzten Angriff zurückzuschlagen.
Was dann passierte war an Dramatik nicht zu übertreffen, Oberhausen suchte die Lücke in der SVA-Abwehr und fand diese 25 Sekunden vor Schluss. Der Durchbruch der Angreiferin konnte nur regelwidrig gestoppt werden und führte zu einer Zeitstrafe. Die letzten 25 Sekunden auch noch in Unterzahl. Aber die SVA-Mädels kämpften. Ein letzter Abschluss der Gäste strich acht Sekunden vor Spielende knapp über die Latte. Leichtes Durchatmen, aber die letzten Sekunden mussten erst noch überstanden werden, denn heute war alles möglich. Letztlich schaffte es man dann doch die letzten Sekunden von der Uhr zu spielen und den 27:26-Vorsprung und zwei weitere Punkte nach Hause zu bringen bzw. zu Hause zu behalten.
Erleichterung bei der Mannschaft, den Trainerinnen aber auch bei den Familien und Fans auf der Tribüne machte sich breit, denn dieses Spiel hat allseits Nerven gekostet.

Es spielten: Eva Schroff (Tor), Jane Boos, Sari Dummel, Jasmin Egenhofer, Fiona Hafner, Gina Lippok, Ellen Riemann, Jule Schuster, Emma Thimm, Mara Zierl, Nathalie Zuschlag