Großer kämpferischer Einsatz wird am Ende nicht belohnt

SV Allensbach II – SG Heidelsheim/Helmsheim 21:24 (14:14)

Man mag darüber streiten, ob eine Punkteteilung nicht gerechter gewesen wäre….,  auch kann man sich darüber auslassen, ob die Schiedsrichter nun einen guten Tag hatten oder nicht. Fest steht, dass sich die SVA Mädels wesentlich besser zeigten, als in den vorangegangenen Heimspielen. Und das macht Mut für die weiteren Spiele.

Den besseren Einstieg ins Spiel zeigten die Gäste. Schnell und dynamisch verfolgten sie ihr Ziel in Allensbach zwei Punkte zu holen. Doch sollte sich sehr schnell zeigen, dass dieser Vorsatz ein hartes Stück Arbeit erfordern würde. 0:2 nach kaum zwei Minuten Spielzeit. Da sich Laura Kayser beim 0:2 auch noch so verletzte, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte (an der Stelle gute Besserung für sie) fiel ein wesentlicher Baustein des Allensbacher Spieles aus. Doch wer geglaubt hatte, dass der SVA nun die Schultern würde hängen lassen, sah sich getäuscht. Klar, die spieltechnischen Probleme waren nicht zu übersehen, will heißen, dass die Hausherrinnen um ein Tor erzielen zu können einen enormen Aufwand treiben mussten. Allerdings hatte die Abwehr einen Weg gefunden, das Spiel der Gäste immer wieder entscheidend zu stören, unterstützt durch eine prächtig haltende Corinna Spiegel im Tor. Ein in Halbzeit eins also über weite Strecken ausgeglichenes Spiel. Zwar lief man meist einem Rückstand hinterher, lies sich aber nicht entscheidend abschütteln. Als dann Lucy Dzialoszynski in der 23. Spielminute den ersten Führungstreffer in diesem Spiel erzielen konnte, war auf Seiten des SVA Anhangs natürlich große Freude zu sehen. Allerdings konnte der Vorsprung nicht gehalten werden, da die Gäste wie so meist die passende Antwort wussten. Hier war dann doch die fehlende Abgeklärtheit bei den Hausherrinnen zu erkennen. Trotzdem, wieder war es Lucy mit einem ihrer im Ansatz kaum erkennbaren Schlagwürfe die quasi mit dem Halbzeitpfiff das 14:14 erzielte.

Halbzeit zwei auch hier wieder ein Spiegelbild aus der ersten Hälfte des Spiels. Viele technische Unzulänglichkeiten auf Seiten des SVA konnten die Gäste zu einem drei Tore Rückstand nutzen (14:17). Doch weitere fünf Minuten später war der Ausgleich wieder hergestellt. Ja, Katja Allgaier setzte unwiderstehlich durch TG noch einen drauf, der SVA führte wieder mit einem Tor (18:17). Die Antwort der Gäste kam prompt (18:19; 42. Min.) Danach aber wiederum die entsprechende Antwort der Gastgeberinnen – 20:19 durch einen verwandelten 7 Meter Wurf in der 45. Spielminute. Es war also noch alles möglich. In den letzten 15 Minuten dann ein harter Fight auf beiden Seiten, keiner Mannschaft wollte ein Tor gelingen. Fünf Minuten blieb die Begegnung torlos, doch dann hatten die Gäste mit dem 21:23 sieben Minuten vor Schluss den entscheidenden Treffer erzielt. Dem SVA lief die Zeit davon, man wurde hektisch, wollte zu viel und fand auch nicht mehr die nötigen spielerischen Mittel. Auch die in den letzten vier Minuten anberaumte „Manndeckung“ brachte nicht mehr den gewünschten Effekt. Ja, und dann „durfte“ ausgerechnet unsere ehemalige Spielerin, Selina Röh, mit ihrem achten Treffer die Partie zu Gunsten der Gäste entscheiden. Fazit, der SVA war ein Gegner auf Augenhöhe und hätte, ohne den verletzungsbedingten Ausfall von Laura Kayser vielleicht eine Chance auf mehr gehabt. Aber das zählt ja leider nicht. Aber was zählt ist die Tatsache, dass man sich zu keiner Zeit des Spiels aufgegeben hat.

Es spielten: Corinna Spiegel, Elisa Singler; Madita Holzmann, Jana Koch (2), Katja Allgaier (1), Ronja Holzmann (3), Chiara Schmal, Johanna Leenen (1), Kimberly Gisa (1), Lucy Dzialoszynski (8/2), Jasmin Moll, Julia Scharff, Laura Epple (5/1), Laura Kayser.