Erfolg in letzter Minute sichergestellt! TS Ottersweier – SV Allensbach II 27:28 (11:15)

So darf es gerne weitergehen. Mit drei von vier gewonnenen Auswärtsspielen und dem Heimsieg vor Wochenfrist steht der Aufsteiger vom Bodensee aktuell mit 8:4 Punkten sehr gut da.

Die Trainer der Allensbacher Bundesliga Reserve hatten die Mädels in der Trainingswoche gut auf das eingestellt, was sie in Ottersweier erwarten sollte. Eines der Urgesteine der BWOL steht mit dem Rücken zur Wand. Bei 0:14 Punkten wird bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison jedes Spiel zum Endspiel um den Klassenerhalt. Das war deutlich spürbar. Bereits beim Aufwärmen vor dem Spiel zeigte die Mannschaft von Heiderose Oser, durch Körpersprache und Akustik, dass sie hundertprozentig motiviert ist, mit dem Spiel gegen den Aufsteiger vom Bodensee endlich den Bann zu brechen und die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Das alles beeindruckte den sehr jungen „Hühnerhaufen“ von Babsi Harter und Rainer Leenen relativ wenig. Wie eine abgebrühte und erfahrene Oberligamannschaft ging man ins Spiel und lies Ottersweier in der Abwehr überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Angeführt von der gewohnt starken Abwehrchefin Jassi Moll, stellte die Mannschaft die Räume zu und lies die erfahrene Goalgetterin Gaby Kneer überhaupt nicht ins Spiel kommen. Im eigenen Angriff wurde durchdacht und geduldig gespielt und so verwundert es nicht, dass in der 20. Minute ein 6:13 von der Anzeigentafel leuchtete. Danach schlichen sich Nachlässigkeiten und überhastete Angriffe ein, so dass der Vorsprung bis zur Halbzeit auf 11:15 zusammen schmolz. Das gab beiden Trainern auch Anlass, trotz einer sensationell guten Anfangsphase, die Mädels in der Kabine nochmals wach zu rütteln und auf die zweiten 30 Minuten einzuschwören. Das gelang bis zum Spielstand von 21:25 auch einigermaßen gut, lag man doch aus Allensbacher Sicht immer mit 2-4 Toren in Front. Zwei unglückliche Zeitstrafen gegen den SVA brachten die niemals aufgebenden und aufopferungsvoll kämpfenden Mädels der TSO wieder auf ein Tor heran. Die Halle tobte und Ottersweier spielte nun seine komplette Routine aus. Schlussendlich blieb es unserem Küken, Katja Allgaier, nach einer schönen Balleroberung mit einem sicher abgeschlossenen Tempogegenstoß vorbehalten, auf zwei Tore Führung zu erhöhen. Der letzte Treffer für Ottersweier war dann nur noch Ergebniskosmetik. Beim Abpfiff kannte der Jubel auf Allensbacher Seite keine Grenzen, hätte man doch ein fast schon sicher geglaubtes Spiel beinahe noch hergeschenkt. Erfreulich ist, dass die vier Außenspielerinnen wieder 10 der 28 Treffer erzielt haben, was dafür spricht, dass die Mannschaft das gegen eine 6:0 Abwehr notwendige Spielsystem verstanden hat und gut umsetzt. Aus einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung hervorzuheben sind Lucy Dzialoszynski, die spielerisch tolle Akzente setzte und die Mannschaft mehr und mehr führt (6 Tore), sowie Selina Röh, die nach sechsmonatiger Praktikumsabwesenheit schnell wieder zu alter Stärke zurückfindet, Anteil am Sieg hatten. Nebenher sei erwähnt, dass sich auch Torhüterin Jule Gruber gestern mit zwei erzielten Toren in die Torschützenliste eingetragen hat. Diese gelangen ihr, als Ottersweier temporär mit einem siebten Feldspieler gespielt hat und das Tor leer war. Allerdings muss man über 40  Meter auch ein leeres Tor erst einmal treffen!

„Das waren immens wichtige Punkte zur Absicherung nach unten“, so Trainerin Harter. Leenen ergänzt „ die nächsten drei Spiele gegen echte Brocken der Liga (Ottenheim, St. Leon, Mannheim) werden alles andere als Kaffeefahrten, insofern tut es richtig gut, schon jetzt 8 Punkte auf der  Habenseite verbuchen zu können.“

Es spielten: Julia Gruber (2), Corinna Spiegel; Marlena Schilling (1), Katja Allgaier (1), Ronja Holzmann (1), Selina Röh (4), Jule Wollny, Lisa Haab (3), Johanna Leenen (3), Lucy Dzialszynski (6), Jasmin Moll, Sabrina Schmidt (2), Laura Epple (2), Laura Kayser (3/1)