Ende gut, alles gut?? ! SV Allensbach II – SG Nußloch 31:25 (11:12)

Die Fans des SV Allensbach II waren gespannt, wie die Mannschaft die „Packung“ die sie letzte Woche in Bönnigheim ins Gepäck bekommen hatte, würde wegstecken können, dass sie gleich wieder einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt werden, das hatte keiner auf der Rechnung. Allerdings hatten die Mädels um das Trainergespann Harter/Leenen diesmal mit Katja Allgaier eine Spielerin dabei, der es gelang deutliche Akzente zu setzen. Doch dazu später.

Schnell war ein zwei Tore Vorsprung erzielt, die Abwehr war präsent, doch dann, keine acht Minuten waren gespielt, als man zum ersten Mal zurücklag (3:4). Was war passiert? Die Abwehr zeigte seit langem nicht mehr gesehene Nachlässigkeiten, war nicht schnell genug auf den Beinen und lies sich durch das sehr Körperbetonte Angriffsspiel der Gäste mehr als Ihr lieb war beeindrucken. Das alles wäre sicher kein Beinbruch gewesen, wenn die sich im Angriff bietenden Chancen besser verwertet worden wären. Nun, nach dem 8:4 in der 14. Minute durch Laura Kayser schien alles auf einen deutlichen Erfolg der Heimmannschaft hinauszulaufen. Groteskerweise brachte dann eine zwei Minuten Strafe für Felicia Arnold die Gäste wieder zurück ins Spiel. Nach weiteren sechs Minuten war der Ausgleich hergestellt. Interessant zu beobachten, dass es Allensbach in der Abwehr immer wieder gelang Bälle abzufangen – die daraus resultierenden Konter aber nicht in gewünschtem Maße verwertete. Dass dies Folgen haben würde war klar, allerdings das 11:12 für die Gäste zur Halbzeit in letzter Sekunde erzielt durch einen Siebenmeterwurf lies alle Möglichkeiten offen.

Halbzeit zwei zunächst ein Spiegelbild der ersten 30 Minuten. Die Abwehr hatte weiter ihre liebe Not. Vor allem über Außen kamen die Gäste immer wieder zum Erfolg. Klar, bei genauer Betrachtung erzielten die Gäste einige Tore die zumindest „Schritte verdächtig“ waren, aber das alleine als Grund heranzuziehen wäre zu einfach. Trotz alle dem, Nußloch war nicht in der Lage, die Allensbacher Unzulänglichkeiten auszunutzen. Nach vierzig Spielminuten begann dann die große Zeit von Katja Allgaier! Mit unglaublichem Einsatz stemmte sie sich gegen eine mögliche Niederlage. Ob in der Abwehr, hier gelangen ihr einige „steals“ oder im Angriff, sei es über Tempogegenstöße oder über außen, ihr gelang fast alles. Von diesem unbedingten Willen lies sich die Mannschaft natürlich nur allzu gerne anstecken. Trotzdem, erst in der 58. Minute (27:24) war klar, welche Mannschaft den Platz als Sieger verlassen würde. Jasmin Moll  war  es vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Fazit: Die Mannschaft hat noch Luft nach oben. Sie muss lernen ihr zweifelsohne vorhandenes spielerisches Vermögen mit der dazu gehörenden Kampfkraft zu kombinieren. Vor allem müssen die noch vorhandenen technischen Fehler auf ein Mindestmaß reduziert werden, dann wird das was. Wichtig aber die Feststellung, dass unsere Mädels auch ein weniger gutes Spiel für sich entscheiden können.

Nächstes Spiel am kommenden Samstag um 18:00 Uhr in Ottersweier.

Es spielten: Jule Gruber, Corinna Bautze; Marlena Schilling, Katja Allgaier (7), Ronja Holzmann (5), Selina Röh (1), Johanna Leenen (3), Lucy Dzialoszynski (6/3), Jasmin Moll (1), Nadja Zogg (2), Sabrina Schmidt (1), Laura Kayser (5/1)