Eine neue Chance nach den Abstiegen

Nach dem letzten Spiel der Saison 2018/2019 ist vor dem ersten Spiel der Saison 2019/2020. Während die Spielerinnen, Fans und Helfer sich allesamt in die wohlverdiente Handball-Pause verabschiedet haben, geht die Arbeit hinter den Kulissen weiter. Mit dem Abstieg der zweiten Mannschaft aus der Oberliga in die Südbadenliga und der dritten Mannschaft, die sich dieses Jahr hervorragend in der Südbadenliga verkauft hat, aber trotzdem zwangsweise die Reise in die Landesliga antreten muss, will sich der Verein in der nächsten Zeit wieder stärker auf seinen Unterbau konzentrieren. Erst wenn dieser wieder auf einem breiten und stabilen Plateau steht, denkt der SV Allensbach an neue Ziele. Die letzten zwei Jahre der Oberliga haben Kraft gekostet und es blieb kaum Zeit zum Schnaufen. Die neue Marschroute ist klar: man will wieder in die Ausbildung der Spielerinnen viel mehr Zeit investieren. Gerade die jungen Wilden sind in der ganzen Hektik des Spielalltages manchmal zu kurz gekommen.

Für die neue Aufgabe wird es in beiden Mannschaften Veränderungen an der Seitenlinie geben. Andy Spiegel, der in dieser Saison in Zusammenarbeit mit Rainer Leenen eine tolle Arbeit geleistet hat, wird für die zweite Mannschaft leider nach nur einem Jahr Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Grund ist auf den zeitlichen Aspekt zurück zu führen. Parallel zu seiner Trainer-Tätigkeit im aktiven Leistungsbereich ist er noch 1. Vorstand des Handball Sportmanagements Allensbach und beides, neben dem beruflichen Alltag vollumfänglich auf Dauer auszuüben, ist ihm nicht länger möglich. Er wird aber in den eigenen Reihen mit ein bisschen weniger zeitlichem Aufwand als Trainer weiterhin tätig sein und in der kommenden Saison für die Weiterentwicklung in der A-Jugend sorgen.

Mit dem langjährigen und im Verein sehr geschätzten Trainer Rainer Leenen will man umgekehrt ein Zeichen der Kontinuität setzen und eben nicht, trotz Abstiegs der Bundesliga-Reserve, alles in Frage stellen. So geht der Verein mit ihm bereits in die 7. Saison als Trainer der Frauen II. Darüber hinaus wird sich Rainer Leenen bei den anstehenden Ergänzungswahlen zum Vorstand des SV Allensbach als potenzieller Jugendleiter zur Wahl stellen.

Der bisherige Trainer der Frauen III, Martin Gerstenecker, der im Oktober 2018 zur Mannschaft dazu gestoßen ist, konnte ebenso für die Frauen II gewonnen werden. Der gebürtige Österreicher ist von Beruf Lehrer und war vor seiner Tätigkeit beim SVA Allensbach unter anderem als Trainer beim Schweizer Top-Club LC Brühl/St. Gallen und als Jugendnationaltrainer in Österreich tätig. Zusammen mit Rainer Leenen wird er das Trainer-Duo der Frauen II bilden.

Aus privaten Gründen wird Adrian Bilger erst einmal als Trainer der Frauen III nicht zur Verfügung stehen. Damit die so entstehende Lücke hier geschlossen werden kann, wird Christian Heinstadt (Abteilungsleiter) in Zusammenarbeit mit Philipp Simon das neue Trainer-Team der Frauen III in der Saison 2019/2020 bilden.

Die Pause soll genutzt werden, um neue Strukturen auf- und die Kader zusammen zu stellen. Ein klein wenig gibt es hier naturgemäß auch Veränderungen. Allerdings verlassen nur zwei Spielerinnen den Verein, um sich sportlich neu zu orientieren und ihr Glück zukünftig woanders suchen, alle anderen Abgänge sind beruflicher oder studienbedingter Natur. Das spricht für sehr homogene und intakte Mannschaften, die auch die kommenden Aufgaben gemeinsam in Angriff nehmen werden. Unter dem Strich kann der SV Allensbach somit sicherlich sehr optimistisch in die Zukunft blicken.