Ebenbürtige Seeadler verlieren unglücklich bei der HSG Freiburg mit 27:25

In einer dramatischen Schlussphase müssen sich die Seeadler doch noch der HSG Freiburg mit 2 Toren Unterschied geschlagen geben und schrammen nur knapp an einer Überraschung vorbei. Die 6:0 Abwehr stellte sich von Beginn an sehr gut auf die Gastgeber ein und zwangen diese stetig zu technischen Fehlern. Im Angriff wurden die Torchancen geduldig herausgespielt und erfolgreich abgeschlossen. So war es auch nicht ganz unverdient, dass die Seeadler bis zur 20.Spielminute (9:10) die Führung mit ein bis zwei Toren behaupten konnten, ehe die Freiburger besser ins Spiel kamen und ihrerseits bis zur Pause mit 16:12 in Führung gingen. Wer glaubte, dass dies eine Vorentscheidung zugunsten der Breisgauer sein sollte, der sah sich getäuscht. Binnen 6 Minuten nach Wiederanpfiff konnten die Seeadler zum 17:17 egalisieren. Das gleiche Bild wie in Halbzeit eins, aber auch technische Fehler auf beiden Seiten brachten keiner Mannschaft einen klaren Vorteil. Dann zogen die Gastgeber das Tempo nochmals an und nutzten die kleine Schwächephase des Aufsteigers eiskalt aus. Die Seeadler hatten zu dieser Zeit zudem noch Pech im Abschluss, landeten doch 5 Torwürfe nur am Aluminium der Gastgeber. 23:18 (52. Min.) stand es plötzlich für die HSG, und langsam schien der SG die Luft auszugehen, die Breisgauer sahen zu dieser Zeit wie der sichere Sieger aus.

Es blieb noch das Timeout für die SG, um die drohende Niederlage abzuwenden. In der Abwehr stellte man auf 5:1 um und innerhalb 6 Minuten erkämpften sich die Seeadler den 25:24 Anschluss. Ein 7-Meter für Freiburg brachte das 26:24, auf das die Seeadler mit einem schnellen Gegentor zum 26:25 antworteten. Die Uhr zeigt 58:56 gespielte Minuten an, Freiburg hatte den Ball und wollte das Ergebnis nur noch über die Zeit retten. Ein ungeschicktes Foulspiel der SG-Abwehr brachte eine 2-Minuten Strafe, welche die HSG dann in Überzahl ausnützen konnte und den 27:25 Endstand erzielte. Die Seeadler überzeugten auf ganzer Linie und scheinen in der Liga angekommen zu sein. Zumindest kann man mit mehr Hoffnung auf die kommenden Aufgaben schauen, welche mit zwei weiteren Heimspielen gegen Brombach (9.10) und Oberhausen (15.10) natürlich keineswegs leichter werden. Zuvor haben die Seeadler ein spielfreies Wochenende, an dem man sicherlich die ersten kleineren Verletzungen auskurieren kann.

Es spielten:

Amann, Beckmann, Ledig (Tor), Dzialoszynski (2),König (5), Heitvogt (6), Armbrüster. F (8/1), Armbrüster. B (3), Hänsel. A, Bauer (1), Deggelmann, Weltin, Wütherich, Karrer.

Zum Heimspiel am Sonntag, dem 9.10 um 16:30 Uhr, bekommen es die Seeadler mit dem TV Brombach zu tun. Ein unbequemer Gegner, der schon länger in der Landesliga verweilt und somit in punkto Erfahrung der SG einiges voraus ist. Dieser Vorteil alleine sollte aber nicht unbedingt zum Nachteil für die Seeadler sein, zeigte man doch im letzten Auswärtsspiel eine ansprechende Leistung und konnte bis zum Schluss das Spiel offen gestalten. Können die Seeadler hier anknüpfen, ist in dieser Begegnung sicherlich etwas möglich. Man darf also gespannt sein, ob es dem Aufsteiger gelingt, den routinierten Gästen Paroli zu bieten und die ersten Punkte am See zu behalten.