Die SGA mit erschreckender Konstanz, SG A/D : SG Gutach/Wolfach 28:33(16:16)!

Die SG Allensbach-Dettingen empfing am Sonntag die Mannschaft der SG Gutach/Wolfach zum Heimspiel in der Riesenberg Sporthalle in Kaltbrunn. Bei besten Handballbedingungen, zahlreicher Fanunterstützung und fast komplettem Kader legte die SGA los wie die Feuerwehr. Man führte rasch 3:0 und bis zum ersten Tor des Gegners dauerte es fast vier Minuten. So ging es weiter bis zum 8:4. Man erkannte die Seeadler fast gar nicht wieder. Hinten hielt Amann stark und vorne wurden Angriffe konsequent ausgespielt, jedes Mal der besser postierte Mitspieler gesucht, gefunden und Lücken rigoros ausgenutzt. So hätte es gerne weitergehen können, ging es aber nicht. Die Schwarzwälder, vor allem in Person von Nicolas Haas, hielten kräftig dagegen. Sie holten den Rückstand stetig auf und gingen schließlich in Führung. Beim Stand von 9:11 sah sich der Allensbacher Trainer gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Diese und die Hereinnahme von Hannes König brachten wieder Stabilität in das Spiel der Hausherren. Was sich auch im Ergebnis zeigte – bis zur Pause schaffte man es wieder auf Unentschieden (16:16).

Nach der Pause begann dann wieder die Konstanz der SGA zu wirken, wie man es bisher aus den Spielen kannte. Man verschlief die ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit. Der gegnerische Torwart hatte sich auf die Würfe mittlerweile eingestellt, und was er nicht hielt, wurde verworfen. Einzelaktionen und mangelndes Glück prägten das Allensbacher Spiel. Gut gehaltene Bälle sprangen zum Gegner zurück und wurden meist von Tobias Aberle zum Ausbau der Führung genutzt. Als Gutach/Wolfach dann mit 4 Toren führte, gab es bei Allensbach eine erneute Auszeit,  und wieder zeigte diese Maßnahme Wirkung. Durch die Mannschaft ging ein Ruck, man versuchte kämpferisch dagegen zu halten – ob Bauer, der sich gegen die starke Abwehr durchtankte, oder Uecker, der einen schnellen Angriff krachend abschloss oder Karrer, der das gesamte Spiel über durch stete Treffer auffiel. Trotz dieses kurzen Aufbäumens schafften es die Seeadler nicht, den Gästen punktemäßig näher zu kommen oder noch einmal gefährlich zu werden, denn diese schlossen ihre Angriffe ruhig und mit Erfolg ab, sodass das Ergebnis 28:33 nicht erfreulich – aber auf jeden Fall leistungsentsprechend war.

Abschließend bleibt zu sagen, dass – wenn die SG es nicht schafft, ihre spielerische Einstellung länger als zehn Minuten beizubehalten, den Zusammenhalt, den diese Mannschaft definitiv hat, aufs Feld mitzunehmen und ihre stärkste Waffe – Linksaußenspieler Florian Armbrüster – wieder ins Spiel einzubinden, dann klar ist, dass man nächste Saison reichlich neue (alte) Gegner hat.

Ein besonderer Dank geht an die beiden Fanlager, die es einmal mehr verstanden, ihre Mannschaften lautstark anzuheizen und die Stimmung auf einem sehr hohen Niveau hielten.

 

Es spielten:

Amann, Beckmann (Tor), Uecker (1), König (3), Dzialoszynski (3), Deggelmann (1), Bühler (4/1), Bauer (8), Armbrüster.F, Armbrüster.B, Karrer.S (6), Karrer.C, Hänsel.A (1), Hänsel.C (1)

Bilder: Dzialoszynski