Der Wind bläst in Meßkirch eiskalt – Seeadler ohne Punkte

Im angekündigten Topspiel Erster gegen Zweiter lassen die Seeadler in Meßkirch Punkte liegen. Spielerzitat: „Sie haben es einfach mehr gewollt!“

Eigentlich standen die Zeichen sehr gut. Die letzte Auswärtsbusfahrt dieser Saison nutzte der Fananhang der SG, um zahlreich und ausgelassen ihre Mannschaft vor, während und nach dem Spiel zu unterstützen. Als man aus dem Bus stieg und der eiskalte Wind ins Gesicht blies, war Warm-anziehen angesagt.

Dabei startete die SG recht gut in die Partie, bis zur achten Minute ging man immer wieder in Führung und es entwickelte sich ein steter Schlagabtausch. Die Allensbacher schienen immer leicht im Vorteil, aber Meßkirch hatte auch stets die richtige Antwort parat. Beim Stand von 13:14 für die Seeadler kippte dann das Spiel. Es war das letzte Mal, dass sie in dieser Partie in Führung gehen sollten. Die Meßkircher machten nun Nägel mit Köpfen und nutzten die Allensbacher Fehler gekonnt aus. Dass diese nicht mit zwei Toren in Führung in die Halbzeit gingen ist Hannes König zu verdanken, der mit der Halbzeitsirene das 15. Tor der Allensbacher erzielte. (16:15)

Aus der Halbzeit starteten die Meßkircher, die schon sehr früh wieder auf dem Feld standen, besser. Die Ein-Tor-Führung wurde ganz schnell auf drei Tore geschraubt und stetig dort gehalten. Man merkte auf den Rängen, dass die Mannschaft nicht als Einheit agierte. Anstatt einen Spielzug gemeinschaftlich auszuspielen verrannte man sich in Einzelaktionen, die leider nicht von Erfolg gekrönt waren. Von der Tribüne versuchten die Fans mit Sprechchören die Mannschaft zu mobilisieren und wieder munter zu machen, es gelang aber nicht wirklich. Der TVM warf sich auf vier Tore davon. Als die Seeadler mit fünf Toren schließlich hinten lagen, wurde das Spiel hektischer. Es gab Siebenmeter für und kurz darauf eine Zeitstrafe gegen Allensbach. Diese Zeitstrafe sorgte dafür, dass die Abwehr wieder kompakter stand. Man kassierte kein Tor und warf eines. Es gab wieder eine Zeitstrafe, wieder gegen Allensbach doch man merkte, dass die Mannschaft wuchs, das Momentum war bei den Seeadlern. Chris Hänsel und Max Schropp warfen die Lier-Mannen wieder auf ein Tor heran. Auf den Rängen gab es kein Halten mehr aber Meßkirch hielt wieder mit zwei Toren in Folge dagegen. Der in der Schlussphase bärenstark parierende Torhüter der Hausherren hielt gute Abschlüsse der Adler bravourös, so dass die SG nicht mehr näher als drei Tore herankam. Am Ende siegten die Meßis mit 31:26 etwas deutlich aber sicherlich verdient.

Wohin die Reise der SG Allensbach-Dettingen nun geht wird sich im nächsten Spiel zeigen. Dass es am Wind, der löchrigen Abwehr – über 30 Tore hat man das letzte Mal im April letzten Jahres kassiert – oder den vergessenen Bällen im Training lag, kann man nicht sagen. Es lag sicherlich an einem kämpferisch starken Gegner, der keine Fehler verziehen, und hochmotiviert war, dem Tabellenführer keine zwei Punkte zu schenken.

Bilder: Dzialoszynski