B1w: Niederlage ist nicht gleich Niederlage

Niederlage ist nicht gleich Niederlage – das 23:32 der B1w des SVA gegen die TSG Ketsch bedeutet zwar die zweite Niederlage der Mannschaft, aber dennoch war dies ein ganz anderes Spiel, als das, was eine Woche zuvor in Nellingen zur überdeutlichen Niederlage geführt hatte.

Mit der TSG Ketsch stand eine Mannschaft auf dem Platz, die alle Zuschauer mit ihrem Spiel beeindruckte. Von Beginn an spielte das Team von Dr. Robert Becker und Friedbert Reissner mit Tempo, variantenreich und technisch perfekt ihr Spiel und überrannte die Allensbacher Abwehr eins ums andere Mal, so dass es nach 8. Minuten bereits 7:1 stand.

Doch dann fing sich das Team um Heike Leenen, Lisa Maier und Christian Heinstadt zusehends, und kämpfte sich Tor um Tor in das Spiel zurück, so dass der SVA in der 15.Minute nur noch mit 2 Toren(7:9) zurück lag. Das wiederum beeindruckte die Mannschaft aus Ketsch jedoch wenig: Souverän spielten sie ihre Chancen aus und überzeugten mit sehr starken Individualspielerinnen auf Halb und auf Außen. Die beiden jeweils gut haltenden Allensbacher Torfrauen alleine konnten Ketsch nicht aufhalten und die Fehler der eigenen Abwehr ausgleichen. Auch wenn beide tolle Reaktionen zeigten, zog Ketsch bis zur Halbzeit auf 6 Tore davon (13:19).

In der zweiten Halbzeit zeigte sich der SVA trotz des Rückstands kämpferisch, und versuchte, sich dem Spiel der TSG zu stellen und Anschluss zu halten. Vieles lief in diesem Spiel besser als im Spiel gegen Nellingen, allein das Team aus Ketsch war den Gastgebern mit ihrem schnellen, fehlerfreien und variantenreichen Angriffsspiel wie ihrer konsequenten und aufmerksamen Abwehr stets überlegen. Bis zur 40. Minute gelang es den Allensbacherinnen, mit 21:26 den Abstand “charmant” zu halten; zum Spielende schwanden auf Allensbacher Seite Kraft und Zuversicht, und die Spielerinnen der TSG Ketsch zeigten nochmals ihre Klasse. Mit 23:32 gewinnt die TSG Ketsch hochverdient dieses Spiel; die B1w war individuell wie als Mannschaft spielerisch unterlegen, aber die Verbesserungen, die sich im Vergleich zum Spiel letzter Woche zeigen, sind vielversprechend und zeigen, dass in dieser Mannschaft etwas steckt.