B1w: Da war mehr drin…!

Dass das Spiel gegen das bisher ungeschlagene und favorisierte Team der SG Kappelwindeck/Steinbach kein einfaches werden würde, war allen Beteiligten vor Anpfiff bewusst. Umso erfreulicher war, wie die Mannschaft des SVA unter der Leitung von Heike Leenen und Lisa Maier sich gerade zu Beginn des Spiels präsentierte: kampflos ergeben, sang- und klanglos untergehen wollte man trotzt der Überlegenheit des Gegners nicht, und so spielte der SV Allensbach auch. Bis zur 5. Minute konnte sich die B1 mit zwei Toren leicht absetzten, bis zur 11. Minute den Vorsprung halten und zum 5:8 ausbauen. Hier stimmten Selbstbewusstsein und mannschaftliche Leistung noch überein. Dann jedoch spielten sich die Gastgeber ins Spiel zurück – Tor um Tor schlossen sie auf und glichen in der 15. Minute zum 8:8 aus. Von diesem Zeitpunkt an sollte nur noch die SG Kappelwindeck/Steinbach in Führung gehen, von diesem Zeitpunkt an bestimmten die Gastgeber das Spiel: Steinbach agierte, Allensbach fiel zusehends in den Modus des Reagierens zurück. Dreimal gelang es den Allensbacherinnen noch, die Führung der SG auszugleichen, dann setzte sich Steinbach deutlich mit 19:14 zur Halbzeit ab.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste geendet hatte: Steinbach spielte sein Spiel – technisch hochwertig, schnell, eingespielt, sicher und das alles aus einer sehr stabilen, kompakten und vor allem geschlossenen Abwehr heraus. Allensbach hingegen machte es in dieser Phase den Gegnern leicht, zu leicht, ihr Spiel zu spielen: wiederum zeigte die Abwehr Schwächen auf, das Angriffsspiel im Vergleich zu den bisherigen Gegnern zu langsam und mit zu vielen Fehlern belastet. Bis zur 38. Minute setzte sich das Team von Ulrich Sandro, Annette Tränkel und Sarah Daul auf ein 23:17 ab. Dann jedoch besannen sich die Gäste vom Bodensee auf das, was sie ausmacht, nämlich auf ihren Kampfgeist. Vier Minuten lang blieb Steinbach ohne Torerfolg, währenddessen sich der SVA Tor um Tor ins Spiel kämpfte und vom 23:17 auf ein 23:20 aufschloss. Bis zur 45. Minute gelang es der SG zwar erneut, den Vorsprung auf vier Tore auszubauen (26:21), doch Allensbach blieb dran und erkämpfte sich bis zur letzten Minute ein respektables 27:25.