Toll gekämpft – zu deutlich verloren!

BV Borussia Dortmund – SV Allensbach A1 34:23 (13:15)

Als die Hallenuhr nach 30 Minuten zur Halbzeitpause dröhnte, rieben sich die meisten Zuschauer in der Sporthalle Dortmund Wellinghofen recht verwundert die Augen. Die einen –Dortmunder Fans – weil sie sicherlich nicht mit einer derart gut spielenden und aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft aus Südbaden gerechnet hatten. Die anderen – Fans des SVA – staunten nicht schlecht über die Art und Weise, wie sich der Allensbacher Bundesliga Nachwuchs gegen favorisierte Dortmunder präsentierte.

Zu früher Stunde am Samstagmorgen, machten sich insgesamt 35 Spieler, Trainer und Fans auf den langen Weg nach Dortmund. Nach einem Zwischenstopp in Walldorf und mit leckerer Pasta gestärkt, nahm man die restlichen 230 Kilometer unter die Räder. Zum Fantross vom Bodensee gesellten sich dann noch in der Nähe von Dortmund wohnende Großeltern, Freunde von Eltern und sonstige am Allensbacher Handball interessierte Fans, so dass die „gelbe Wand“ in der Sporthalle Wellinghofen doch –für eine solche Entfernung – beachtliche Ausmaße annahm. Lautstark und stimmgewaltig wurden die jungen Mädels über die vollen 60 Minuten unterstützt.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen. Nach der frühen 2:0 Führung der Dortmunder, kam der SVA besser ins Spiel und die Achse Kim Espinosa – Anna Hautmann – Julia von Kampen auf dem Feld, sowie eine am Samstag stark haltende Sophie Leenen im Tor des SVA, sorgten für den nötigen Rückhalt. Spätestens beim 5:5 in der 13. Minute war das Spiel vollkommen offen und die Allensbacher Mädels schafften es zwischenzeitlich sogar, sich auf bis zu vier Tore (9:13) abzusetzen. Leider kam der BVB bis zur Pause noch auf zwei Tore heran.

Nach der Halbzeit zog der Dortmunder Bundesliga Nachwuchs deutlich die Zügel an. Ein 0:4 Lauf aus Allensbacher Sicht stellte in den ersten 4 Minuten der zweiten Halbzeit die Hallenuhr von einer zwei Tore Führung für den SVA auf einen zwei Tore Rückstand. Es war dann der jüngsten Spielerin im Allensbacher Trikot, Carla Bickel, auf Rechtsaußen vorbehalten, den ersten Treffer der zweiten Halbzeit zum 17:16 zu erzielen. Bis zum Spielstand von 21:19 in der 41. Minute blieb man auf Tuchfühlung. Danach gelang den körperlich weitestgehend unterlegenen Allensbacher Spielerinnen bis zur 56. Minute noch sage und schreibe ein Tor und die Messe war beim 30:20 gelesen. Der Rest bis zum Spielstand 34:23 war Ergebniskosmetik auf beiden Seiten, aber nicht mehr ausschlaggebend für das Spiel.

Als Fazit bleibt aus Allensbacher Sicht festzuhalten, dass man sein Fell, gegen einen Gegner bei dem viele Spielerinnen bereits in der Frauen 2 des BVB in der 3. Liga zum Einsatz kommen, so teuer wie möglich verkauft hat, auch wenn das Ergebnis am Ende sicher mit 4-5 Toren zu hoch ausfiel. Darüber hinaus bleibt ein einmaliges Erlebnis für viele Spielerinnen, aber auch für die Fans, die von den Dortmunder Gastgebern, dem Hallensprecher und den Fans überaus freundlich und sportlich fair begrüßt worden sind. Müde, aber zufrieden, kehrte der Allensbacher Bus am frühen Sonntagmorgen um 04.00 Uhr wieder an den Bodensee zurück.

Es spielten für den SVA:

Michelle Di Prima, Sophie Leenen (Tor)

Anna Hautmann  (2), Katja Allgaier  (2), Jennifer Heinstadt  (3), Jana Koch , Julia Scharff  (1), Chiara Schmal  (2/1), Janine Lauth,  Alissa Lohmüller  (1), Caterina Schwarz  (1), Julia von Kampen  (7/3), Kim Espinosa (2), Carla Bickel (2)

Für Borussia Dortmund:

Katarina Longo, Anna Lena Meissner (Tor)

Malina Mari Michalczik (4), Lena Hausherr (5), Julie Hafner (3), Muriel Wulf (4), Carlotta Fege, Hannah Kamp (3), Jana Willing (5), Lea Bachmann, Hannah Kriese (2), Emily Hagedorn (1), Vanessa Brandt (7)