Zweite mit Auswärtspunkt!

TuS Ottenheim – SV Allensbach II 27:27 (14:14)

Eine Serie würde reißen, dachten die Trainer auf beiden Seiten vor dem Spiel. Ottenheim, bislang ohne Heimsieg, oder die von Allensbach, bislang ohne Auswärtspunkte. Doch es kam anders.

Der SVA, nach der letzten doch recht deutlichen Pleite in der Ferne zwei Wochen zuvor in Heidelsheim, war nicht wiederzuerkennen. Das Trainerteam hatte den Mädels Selbstbewusstsein eingeflößt und genauso so trat die Bundesligareserve auch auf. 5:8 für den SVA nach 14 gespielten Minuten, das gab es diese Saison noch nicht so häufig. Doch auch Ottenheim wusste, um was es geht in diesem Abstiegsspiel und steckte zu keinem Zeitpunkt der Partie auf. Beim 9:9 nach 22 Minuten war das Spiel wieder offen und auch der Halbzeitstand von 14:14 spiegelte den Spielverlauf gut wieder.

Nach der Halbzeit dann zweimal Allensbach und zweimal Ottenheim. So kann man die Phasen bezeichnen, die das gestrige Spiel geprägt haben. Zweimal gelang es der Mannschaft von Harter/Leenen auf fünf Tore weg zu ziehen (15:20 in der 41. Minute und 20:25 in der 51. Minute). Doch beide Male steckte Ottenheim, angetrieben vom heimischen Publikum, nicht auf und glich in der 58. Minute zum 25:25 wieder aus. Insbesondere die Rückraumachse um Gehrlein, Hoppen und T. Karkossa erzielte insgesamt 18 der 27 Ottenheimer Tore und machten der ansonsten stabilen Abwehr um Jasmin Moll ein ums andere Mal zu schaffen. Dennoch, 35 Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang Jasmin Moll der Führungstreffer zum 27:26 für den SVA. Folgerichtig die Auszeit von Ottenheim. Der erste Auswärtssieg lag deutlich in der Luft. Leider wurde dann nicht ganz konsequent verteidigt und Marina Schnak konnte ungehindert von Rechtsaußen einbrechen und, nach schönem Zuspiel wiederum über die Rückraumachse, neun Sekunden vor Schluss zum 27:27 Endstand einnetzen.

Trainerin Babsi Harter „das darf uns nicht passieren. Wir bekommen sowohl in der ersten Halbzeit, quasi mit dem Abpfiff den Ausgleichstreffer zum 14:14, wie auch am Ende 9 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Da fehlen ein paar Prozent Aufmerksamkeit in der Abwehr. Wenn wir diese beiden Situationen besser verteidigen, nehmen wir hier heute statt einem zwei Punkte mit.“

Ihr Trainerkollege Rainer Leenen weiter „klar fühlt es sich zunächst wie ein verlorener Punkt an, wenn Du 9 Sekunden vor Ende des Spiels den Ausgleich kassierst. Aber unter dem Strich gehen wir im Vergleich zu unseren Mitbewerbern mit einem Punkt plus aus dem Wochenende. Das ist das positive Fazit. Dennoch müssen wir im Laufe der Woche im Training die Themen ansprechen, die nicht so gut gelaufen sind. Wir verwerfen wieder zwei Siebenmeter, lassen darüber hinaus auch noch 4-5 sogenannte „Glasklare“ liegen. Das müssen wir in den nächsten Spielen besser machen, dann werden die Mädels auch für den immensen Aufwand belohnt.“

Das kommende Spiel bestreiten die Mädels vom SVA gegen den souveränen Tabellenführer aus Kappelwindeck/Steinbach. Dort kann man, frei von jeglicher Erwartungshaltung in Allensbach, aufspielen und sehen, zu was es am Ende reicht.

Es spielten:

Gruber, Singler (Tor)

Allgaier (3), Heinstadt, Holzmann, Leenen (3), Maier (6/2), Dzialoszynski (6), Moll (1), Scharff, Schmidt (1), Epple (2), Kayser (5)