Vorgezogene Bescherung!

SV Allensbach II – TSV Wolfschlugen 31:28 (18:12)

Nachdem man vor Monatsfrist den damaligen Tabellenzweiten Bönnigheim bereits klar dominiert und mit 10 Toren Unterschied geschlagen hat, war man auf Allensbacher Seite gespannt, wie sich die junge Mannschaft gegen den Tabellenführer aus Wolfschlugen daheim schlägt.

Wolfschlugen kam mit der Empfehlung von zuletzt sieben Siegen in Folge und dem bislang besten Angriff der Liga an den Bodensee. Bis auf die schon länger verletzte Elena Oeder konnte Trainer Korreik auf den kompletten Kader zurückgreifen. Allerdings kommen auch die beiden Allensbacher Trainer Babsi Harter und Rainer Leenen seit ein paar Wochen in den Genuss, endlich auch mal auf einen (fast) kompletten Kader zurückgreifen zu können, nachdem man zu Saisonbeginn immer wieder Spiele mit 7-8 Spielerinnen bestreiten musste. Alleine Noelle Orzol musste passen, dafür saß mit Ronja Holzmann eine Langzeitverletzte endlich wieder mit auf der Bank.

Der SVA begann wie die Feuerwehr und führte nach 14 Minuten mit 9:3. Bis zur Halbzeit konnte Wolfschlugen das Spiel dann offener gestalten und es ging mit 18:12 zum Pausentee. Die Gäste kamen besser aus der Kabine und der Gästetrainer stellte wieder, wie schon zu Beginn, auf eine offensive 4:2 Abwehr um, mit der man versuchte auf Allensbacher Seite Lisa Maier und Lucy Dzialoszynski aus dem Spiel zu nehmen. Den restlichen, im 4:4 jetzt ausreichend vorhandenen Platz auf dem Feld nutzen die Mädels des SVA nicht immer konsequent genug und auch das Tempospiel über die erste und zweite Welle, welches in Halbzeit 1 noch super geklappt hat, fiel nun einem verbesserten Rückzugsverhalten der Gäste zum Opfer. Dennoch, bis zum Spielstand von 27:22 in der 47. Minute konnte der SVA den Gegner immer auf Distanz halten. Keine vier Zeigerumdrehungen später leuchtet dann plötzlich nur noch ein 27:25 von der Anzeigetafel und man konnte die Spannung bei den über 100 Zuschauern in der Riesenberghalle förmlich spüren. In dieser Phase des Spiels war es Jule Wollny auf Seiten des SVA, die Verantwortung übernahm und mit tollen Schlagwürfen aus dem Rückraum Tore erzielte. Beim 31:26 in der 58. Minute war die Messe gelesen und die beiden letzten Tore von Kim Prengel zum Endstand von 31:28 auf Seiten des TSV waren nur noch Ergebniskosmetik.

Trainerin Babsi Harter „was uns heute sicherlich geholfen hat, war eine 100% Quote vom Siebenmeterpunkt. Kompliment an Lucy (Dzialoszynski), die das heute souverän und nervenstark gemeistert hat. Ihr Trainerkollege Rainer Leenen weiter „heute konnte man mal wieder sehen, was Wille und Einstellung im Handball bewirken können. Niemand hätte heute von uns als Elftem der Liga einen Sieg gegen den Ersten erwartet. Aber wir haben den Mädels das Selbstvertrauen mit auf den Platz gegeben und das haben sie heute super umgesetzt.“

Für den SVA beginnt nun die lang ersehnte, wenn auch kurze Weihnachtspause. Die beiden Trainer bitten die Mädels bereits am 02.01.18 wieder ins Training, da am 06.01.18 das immens wichtige, letzte Hinrundenspiel gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, die SG Heidelsheim/Helmsheim auf dem Spielplan steht. Aber die zweieinhalb wöchige Pause bis zum Trainingsauftakt haben sich die Mädels mehr wie verdient.

Es spielten:

Gruber / Singler (Tor)

Allgaier (4), Heinstadt, Wollny (4), Leenen (2), Maier (4), Dzialoszynski (10/5), Moll (2), Scharff, Schmidt, Epple (3), Kayser (2)