SVA II muss zum Saisonauftakt deutliche Niederlage hinnehmen

SV Allensbach II – TSV Heiningen 28:36 (12:20)

Auch wenn das Ergebnis deutlich ist, der SVA zeigt gegen einen der Ligafavoriten eine gute Leistung.

Annähernd 100 Zuschauer wollten den Saisonauftakt Ihrer SVA Mädels bei herrlichem Sonnenschein erleben. Sie sollten ihr kommen nicht bereuen. Klar, wenn es gegen einen Meisterschaftsfavoriten geht, dann hat man einerseits zwar Respekt, andererseits kann man aber auch befreit aufspielen. Mit Laura Kayser und Jule Wollny haben zwar zwei Spielerinnen mit Langjähriger Erfahrung gefehlt – soweit man das überhaupt sagen kann bei den jungen Mädels des SVA. Dafür nahmen die übrigen „Erfahrungsträger“ im Trikot der Heimmannschaft Verantwortung mit tatkräftiger Unterstützung Ihrer Youngsters.

Gleich zu Beginn sollte sich allerdings das Manko im Spiel des SVA zeigen, vor allem in Halbzeit eins. Die Anspiele, vor allem im Angriff, verfehlten allzu oft den Adressaten, was Heiningen bestens für sich zu nutzen wusste. Ein Tempogegenstoß nach dem anderen rollte auf das Allensbacher Tor zu –  mit meistens erfolgreichem Abschluss. Mitte der ersten Halbzeit dann auch folgerichtig ein sieben Tore Rückstand der Gastgeberinnen. (18.)  Auch die früh genommenen Auszeiten des SVA Trainerteams zeigten nicht die erwünschte Wirkung. Immer wieder wurden die SVA Mädels für ihr mangelhaftes Rückzugsverhalten bestraft. Tore auf Seiten der Gastgeberinnen denn auch meist durch 7 Meter Strafwürfe, hier hatte heute Laura Epple eine 100% Quote, oder durch Einzelaktionen. Auch im Überzahlspiel zeigten die Gäste wie man  diese klassisch ausspielt. Das war schon, soweit man neutraler Beobachter des Spieles ist, ein Handballerischer Leckerbissen. Mit 12:20 Toren zu Gunsten der Gäste ging es dann in die Pause.

Es sollte, zumindest aus SVA Sicht, in Halbzeit zwei einfach besser laufen. Doch kaum zwei Minuten waren gespielt, da hatte Heiningen bereits wieder zwei Tore erzielt. Zum ersten Mal betrug der Rückstand damit zehn Tore. Ein Debakel? Nein, die SVA Mädels legten in der Folge alles was ihnen zur Verfügung stand in die Waagschale. Julia Scharff und Lucy Dzialoszynski waren hier besonders erfolgreich. Aber auch Katja Allgaier war mit ihrer enormen Kampfkraft zur Stelle um einen möglichen, noch höheren Rückstand zu verhindern. Gut, Heiningen im Gefühl des sicheren Sieges, lief nun auch nicht mehr so konsequent seine Tempogegenstöße wie in der ersten Hälfte, was aber sicher auch daran lag, dass sich die SVA Mädels besser auf den Gegner eingestellt hatten, bzw. konnte der Gegner die Tempogegenstöße nicht mehr mit der Effizienz  laufen, da die „Junghühner“ im Abschluss nun erfolgreicher waren. Trotz allem, die Gäste wirkten, wie man so schön sagt, einfach „ausgebuffter“, zeigten über weite Strecken der Partie ein sehr kluges und durchdachtes Spiel. Am deutlichen und verdienten 28:36 Erfolg der Gäste aus dem Schwäbischen gibt es deshalb  nichts zu rütteln. Allerdings, einen Grund auf Seiten des SVA die Köpfe hängen zu lassen gibt es wahrhaftig nicht! Lassen wir der jungen Truppe die Zeit sich zu finden, dann kommen die positiven Ergebnisse von (fast) alleine.

Es spielten: Corinna Spiegel, Sophie Leenen; Madita Holzmann, Jana Koch (2), Katja Allgaier (5), Jennifer Heinstadt, Ronja Holzmann, Kimberly Gisa (1), Luisa Gehringer, Johanna Leenen (2), Lucy Dzialoszynski (5), Jasmin Moll, Julia Scharff (4), Laura Epple (9/8).