Niederlage im Derby

TV Pfullendorf – SG Herren 26:25 (11:14)

Eigentlich hätte es in diesem Spiel gut laufen können, die Vorbereitungen liefen hervorragend und auch die Stimmung im Team war positiv. Aber ein Spiel dauert bekanntlich 60 Minuten und wenn der Gegner nicht stark genug ist, dann schlägt man sich eben selbst.

Der Start in die Partie lief bei der SG standardgemäß ab. Man machte viel Druck, warf aus Halbchancen oder spielte fahrig dem Gegner in die Hände, der konterte mit viel Tempo gut aus, kam damit zu leichten Toren und so lagen die Gäste nach zwölf Minuten mit 6:3 hinten. Nach der Auszeit begann die SG ihr Spiel abschlusssicherer zu gestalten. Vorne fielen die Tore und hinten stand man besser, nahm den Kampf an und ließ die Angriffe des Gegners ins Leere laufen. Zudem wurde von den Allensbacher Torhütern der eine oder andere Ball gut pariert. Jetzt waren es die Gäste vom Bodensee, die in Führung gingen und diese Führung kontinuierlich ausbauten. Im Angriff wurden zwar weiterhin zu viele Bälle verworfen oder vom stark aufspielenden Heim-Torhüter pariert, aber dadurch, dass man hinten keine leichten Gegentore mehr kassierte, hatte man das Spiel gut im Griff. Zur Halbzeit führte Allensbach/Dettingen mit drei Toren. (11:14)

Wie schon so oft kam die Unterbrechung zwar der Allensbacher Kondition zu Gute, nicht aber dem Allensbacher Spiel. Der Gegner kombinierte nach Belieben, traf und die SG-Mannen warfen entweder den gegnerischen Torhüter berühmt oder Fahrkarten am Tor vorbei. Innerhalb von wenigen Minuten egalisierten die Pfullendorfer die Führung der Gäste und kippten das Spiel. In der Allensbacher Abwehr herrschten Unstimmigkeiten und jede offene Lücke wurde von hellwachen Gästen ausgenutzt. Die Heimmannschaft hatte nun alle Trümpfe in der eigenen Hand und spielte clever die Zeit herunter. In den letzten zehn Minuten der Partie entschieden sich die Seeadler dazu den Hebel noch einmal umzulegen und doch am Spielgeschehen teilzunehmen, was beim lautstarken Anhang  noch einmal Hoffnung aufkeimen ließ. Man kämpfte sich zurück ins Spiel, konnte aber schlussendlich den Pfullendorfern nicht mehr entscheidend gefährlich werden und verlor am Ende mit einem Tor (26:25).

Bilder: Dzialoszynski