In der Halle harzlos – auf dem Feld herzlos, SG M/S : SGA/D 30:22(16:6)

„Alles hat gestimmt: Das Wetter war gut, die Stimmung war gut, der Platz war gut – nur wir waren schlecht“, mit dieser Fußballerweisheit kann man den vergangenen Samstag in Maulburg/Steinen sehr gut beschreiben.

Das Spiel begann mit einer kurzen Abtastphase und dem langsamen Einwerfen der Mannschaften. Die ersten Würfe auf beiden Seiten gingen vorerst daneben und so war es bezeichnend, dass das Tor zum 1:0 nach dreieinhalb Minuten durch einen Siebenmeter fallen musste. Die Partie war eröffnet und es fielen Tore auf beiden Seiten mit einem leichten Übergewicht bei den Gastgebern. Den Adlern fehlte irgendwie der Esprit und das Feuer, man ließ sich vom hervorragend auf- und eingestellten Gegner immer wieder den Schneid abkaufen. Bis zum 9:6 in der 20. Minute hatte man nie das Gefühl, dass das nicht zu justieren sei. Doch dann kam der große Knall. In den zehn Minuten bis zur Halbzeit traf die SG keinen Wurf mehr was einerseits an der Abwehr der Heimmannschaft lag, andererseits an der Bereitschaft den Maulburg-Torwart berühmt zu werfen und der bekannten Abschlussschwäche. Die Gegner hingegen machten es clever. Sie liefen einen Tempogegenstoß nach dem anderen und schlossen diese zielgenau ab. Es hatte den Anschein, dass die SG-Abwehr schon in der Kabine war und zu dieser gesellte sich die Mannschaft dann beim Halbzeitstand von 16:6.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Wer dachte, dass die Mannschaft eine Antwort geben würde, wurde enttäuscht. Zwar gaben die mitgereisten Fans auf den Rängen ihr Bestes, um das Team anzuspornen, doch auf jedes kurze Aufbäumen hatte entweder der Gegner oder einer der Schiedsrichter eine Antwort.
Den Zehn-Tore-Vorsprung brachten die Gastgeber nicht ganz über die Zeit – es waren schlussendlich acht. (30:22)

Am Ende wäre es zu einfach zu sagen, es lag an den Siebenmetern (8:3), an den ungewöhnlichen Spielumständen, an der gewieften Spielart der Gegner, dem mangelnden Mut oder dem Unvermögen die eigenen Fähigkeiten und das Selbstvertrauen abzurufen; es war eine Komposition aus allem und dann gewinnt man ein Spiel nicht, das man gewinnen muss. Wichtig ist jetzt den Kopf nicht hängen zu lassen und die letzten zwei Spiele noch einmal zu zeigen, dass in dieser Mannschaft Landesliganiveau steckt.

Es spielten:
Amann, Beckmann(Tor), König(4), Deggelmann(1), Bauer(2), Bühler(5/3), Armbrüster.F(3), Hänsel.A(7), Hänsel.C, Weltin, Uecker.T, Karrer.S, Karrer.C, Dzialoszynski