Heiße Beach-Action in Überlingens eindrucksvoller Kulisse

Da diese Woche zwischen Seetorfescht und Reichenauer Weinfest ein Training zwar möglich aber sinnlos gewesen wäre, beschlossen die Verantwortlichen der SG Allensbach-Dettingen, dass es nur eine Trainingseinheit geben würde, die hatte es aber in sich. Die Mannschaft durfte bei den Überlingener Beachdays zum Einlagespiel im Beach-Handball gegen die erste Mannschaft der HSG aus Konstanz antreten. Man begab sich also Mittwochabend nach Überlingen. Dort angekommen zog sich das Team um und nach einer kurzen Vorstellung der Teams machten sich die Teams ans Aufwärmen. Es gab ein Interview mit dem Trainer der HSG und anschließend ging das Spektakel los. Beide Mannschaften starteten verhalten und ein bisschen zaghaft. Als erstes fingen die Spieler der HSG an punktewirksam zu treffen und nachdem die einfachen Würfe saßen, probierte man den einen oder anderen Kempa-Trick. Die SG hielt mit einfachen Toren dagegen, spielte in manchen Situationen aber nicht clever genug. Die erste Halbzeit ging an die Konstanzer.

In der zweiten Halbzeit nahmen die Allensbach-Dettinger vor einfach mehr zu tun und brannten ein regelrechtes Spaßfeuerwerk ab. Torhüter Kevin Ledig ging dabei voran und traf vom Kreis und aus dem Rückraum fabelhaft und hielt hinten, was zu halten war. Durch ihren Lieblingstrick, den Kempa, blieb die HSG aber immer dran. Spektakulär wurde es als die Seeadler anfingen Kunststücke zu machen. Ob ein Spieler sich auf den Boden kauerte damit sein Rücken als Sprungpodest benutzt werden konnte oder als A. Hänsel Tim Dzialoszynski auf die Schulter nahm und dieser aus dem zweiten Stockwerk abschloss, immer wurden solche Aktionen mit Beifall von den Tribünenzuschauern, die längst schon auf der Seite des Underdogs waren, bejubelt. Die Seeadler gewannen die zweite Hälfte knapp mit 13:12. Dadurch kam es zum Shotout.

Beide Mannschaften stellten fünf Schützen, die einer nach dem anderen, abwechselnd auf das jeweils gegnerische Tor zuliefen und nach Pass des Keepers den Ball im Tor unterbringen sollten. Für besonders Sehenswerte Aktionen konnte man 2 Punkte erhalten. Konstanz startete mit einem klassischen Kempa. Allensbach hielt mit einer eingesprungenen Wurfschraube dagegen 2:2. Konstanz traf erneut mit einem Kempa und Allensbach hielt – diesmal auch mit einem Kempa – dagegen 4:4.
Der dritte Schütze der Konstanzer traf diesmal mit einer eingesprungenen Wurfschraube und bei den Seeadlern traf Latschko mit einem beidfüßig abgesprungenem Schrauben-Heber. 6:6
Konstanz griff bei seinem 4. Wurf erneut in die Kempa-Trickkiste. Ledig parierte diesen und Tim Dzialoszynski brachte seinen Wurf solide für einen Punkt im gegnerischen Tor unter. 6:7
Allensbach wähnte sich als Sieger, da sie nicht mitbekommen hatten, dass nicht wie üblich drei Schützen sondern wie davor erklärt fünf Schützen antreten.
Ein Konstanzer Kempa und ein parierter Allensbacher Schraubenwurf brachten dann den HSG-Sieg.(8:7)

Nach dem obligatorischen Abklatschen nutzten die SG-Spieler noch das kulinarische Angebot der Überlinger und waren sehr erfreut darüber, dass man gegen den großen Nachbarn eine gute Leistung zeigen konnte.