Dw: Hart erkämpfter, aber verdienter Sieg im Derby

Nachdem der Start in die Bezirksklasse mit einem Heimsieg gegen die SG Rielasingen-Gottmadingen geglückt war und auswärts ein Unentschieden bei der HSG Konstanz folgte, ging es für die D-Mädels nach der Fastnachtspause intensiv weiter. Zwischen dem 18.2. und 4.3.2018 folgten vier weitere Spiele. Beginnend mit dem Heimspiel gegen die HSG Mimmenhausen-Mühlhofen, das nach guter und überlegener erster Halbzeit doch enger als erwartet mit 25:20 gewonnen wurde. Am Wochenende 24./25.2. folgten die beiden Auswärtsspiele bei der JSG Hegau, das mit 23:18 gewonnen wurde, sowie bei der HSG Mimmenhausen-Mühlhofen. Hier konnten mit einem knappen 18:16 die nächsten beiden Punkte verbucht werden.
Diese beiden Spiele ließen viel vermissen: kein Tempo, keine Bewegung. So waren diese beiden Spiele wahrscheinlich enger als nötig. Positiv war hier, dass die Mädels auch reine Kampfspiele, bei denen das spielerische Element fehlt, mit ihrem Willen für sich entscheiden können.

So kam es am Sonntag, 4.3.2018, in der Riesenberghalle zum Rückspiel gegen die HSG Konstanz und somit zum Aufeinandertreffen der beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften der Bezirksklasse. Der Sieger dieser Partie würde einen großen Schritt in Richtung Qualifikation zur Südbadischen Meisterschaft machen. Entsprechend motiviert und konzentriert gingen die beiden Mannschaften das Spiel an.
Allensbach legte in der ersten Halbzeit immer ein Tor vor, Konstanz konnte jedoch im Gegenzug ausgleichen. So stand es nach 10 Spielminuten 6:6. Dann gelang es dem SVA, mit 8:6 in Führung zu gehen. Konstanz glich jedoch wieder aus und konnte dann nach 18 Minuten erstmals in Führung gehen. Nun glich der SVA aus. Mit einem 11:11 ging es in die Pause.
Von den Trainerinnen nochmals, vor allem in der Abwehr, gut eingestellt, kamen die SVA-Mädels aus der Kabine, gingen schnell mit 2 Toren in Führung und konnten diese nach 30 Minuten auf 4 Tore ausbauen: 17:13. In den ersten 10 Spielminuten der 2. Halbzeit wurden nur 2 Gegentore gegen eine starke Offensive der Konstanzerinnen zugelassen. Doch Konstanz gab sich nicht geschlagen und kam auf 18:16 heran. Doch die Allensbacherinnen blieben konzentriert und fokussiert, und so stand es nach 34 Spielminuten 22:18. Doch auch die Konstanzerinnen gaben nicht auf und verkürzten abermals auf 2 Tore: 22:20 in der 36 Spielminute. Würde das Spiel nun in Richtung Konstanz kippen? Nein, binnen 2 Spielminuten zog der SVA auf 5 Tore davon, die Vorentscheidung in diesem Spiel. Am Ende siegten die die Allensbacher Mädels mit 27:22 in einem von beiden Seiten intensiven Derby.

Es war ein verdienter Sieg des SVA, bei dem im ganzen Spiel Konstanz nur eine Führung, beim 9:10, innehatte, ansonsten legte stets der SVA vor.
Nach dem spielerisch holprigen Start in die Runde nach der Fastnachtspause, die ersten drei Siege nach dieser Pause waren mehr erkämpft als erspielt, kamen im Spiel gegen Konstanz auch wieder Tempo und spielerische Elemente hinzu. Beides Elemente, die diese Mannschaft stark macht; für die Trainerinnen war auch wichtig zu sehen, dass, wenn es spielerisch nicht läuft, Spiele auch mit Kampf und Willen gewonnen werden. Gegen die HSG Konstanz, den stärksten Gegner der Bezirksklasse, waren Kampf, Wille, Tempo und auch spielerische Elemente gefragt, um als Sieger vom Feld zu gehen – alles hat die Mannschaft abgerufen. Die Trainerinnen hatten die Mannschaft auch sehr gut eingestellt.
Schön zu sehen war, dass trotz Kampf auf dem Spielfeld und der ein oder anderen Nickeligkeit während des Spiels, die Spielerinnen beider Mannschaften während des Spiels der B-Jugend zusammen auf der Tribüne saßen und sich Pizza teilten. So soll es sein: Fairer Kampf auf dem Spielfeld, danach abklatschen, Spiel abhaken und zusammensitzen.Die D-Mädels haben einen großen Schritt in Richtung ihrer Ziele gemacht:
1. Ziel: Qualifikation zur südbadischen Meisterschaft
Mit nun 11:1 Punkten und bereits 5 Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten, bei noch 4 ausstehenden Spielen, sollte hier nichts mehr anbrennen. Zumal bereits gegen den Tabellenzweiten, die HSG Konstanz, und den Tabellendritten, die HSG Mimmenhausen-Mühlhofen, jeweils beide Spiele gespielt und der direkte Vergleich gewonnen wurde.
2. Ziel: Verteidigung des Bezirksmeistertitels
Bei nun 2 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten HSG Konstanz, dem gewonnenen direkten Vergleich und dem auf dem Papier leichteren Restprogramm, sollte auch dieses Ziel erreichbar sein.

Wichtig im Hinblick auf beide Ziele ist es, jeweils eine ähnliche Leistung (Kampf, Wille, Tempo, Spielwitz) wie im Spiel gegen die HSG Konstanz abzurufen, wobei Tempo und Spielwitz noch Luft nach oben haben. Das Konstanz-Spiel war nach den drei „Holperspielen“ zuvor ein Schritt in die richtige Richtung. Die Leistungskurve zeigt wieder nach oben.

Es spielten: Anna Maria Waldenmayer, Lena Bottlang, Gina Lippok, Mara Zierl, Jane Boos, Leonie Schoster, Ellen Riemann, Emma Thimm, Franziska Szdrenka, Sari Dummel, Angelina Gisa, Lena Wernicke